Machine Learning: TensorFlow mit dem Mini-Rechner Raspberry Pi

Binaries des jüngsten TensorFlow-Releases lassen sich direkt auf Rasbian 9 installieren.

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TensorFlow läuft nun offiziell auf dem Raspi

Der an der Entwicklung von TensorFlow beteiligte Pete Warden hat in einem Blogbeitrag angekündigt, dass das Machine-Learning-Framework nun offiziell auf dem Raspberry Pi läuft. Für das im Juli veröffentlichte TensorFlow 1.9 existieren Binaries, die sich auf Raspbian 9 mit Pythons Paketmanager pip installieren lassen.

Nach der Installation können Entwickler auf dem Einplantinencomputer dieselben Funktionen verwenden wie auf Linux, Windows und macOS. Es handelt sich nicht um die Ende 2017 eingeführte schlanke Variante TensorFlow Lite, die speziell auf mobile Endgeräte und Embedded Devices zugeschnitten ist.

Vom 15. bis 17. Oktober findet in London die Minds Mastering Machines [M³] statt. Auf der von The Register und heise Developer veranstalteten Konferenz gibt es unter anderem einen Vortrag über KI auf mobilen Endgeräten und einen Workshop zu TensorFlow.

Die Umsetzung, die in Zusammenarbeit mit der Raspberry Pi Foundation erfolgte, überrascht wenig. Raspi und TensorFlow setzen beide auf die Programmiersprache Python. Gleichzeitig hält das Framework vermehrt auf Kleinstrechner Einzug. Nahezu parallel hat Google einen Einplatinenrechner für Projekte mit Künstlicher Intelligenz vorgestellt, der dank eines TPU-Chips (TensorFlow Processing Unit) für Machine Learning optimiert ist. Die Anbindung an den Raspi bedeutet das Aus für das Projekt TensorFlow on Raspberry. Die zugehörige GitHub-Seite verweist auf die offizielle Variante. (rme)