ThoughtWorks' Technology Radar: Blockchain und Kubernetes auf dem Vormarsch

ThoughtWorks hat im November eine neue Edition seiner halbjährlichen Studie veröffentlicht. Bedeutungszuwachs sieht der "Technology Radar" vor allem bei Blockchain und Kubernetes.

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ThoughtWorks Technology Radar: Blockchain und Kubernetes auf Vormarsch
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Der zweimal jährlich erscheinende Technology Radar Report des weltweit tätigen IT-Dienstleisters ThoughtWorks gibt einen Überblick über die angesagten Themen und Technologien im Bereich der Softwareentwicklung. Die Studie beruht auf Beobachtungen, Gesprächen und Projekterfahrung mit Kunden. Im aktuellen Radar liegen die Schwerpunkte auf der steigenden Akzeptanz von Blockchain, Kubernetes als gängiger Plattform zur Containerorchestrierung, dem steigenden Interesses an Open-Source-Projekten in China und der wachsenden Popularität der Cloud als Rechennetz in Unternehmen.

Die Blockchain gewinnt zunehmend an Bedeutung als Basistechnologie für verteilte Register und sogenannte „Smart Contracts“ (Verträge auf Basis von Computerprotokollen) – obwohl Kryptowährungen wie Bitcoin, die ebenfalls auf Blockchain basieren, immer wieder zu Verunsicherung rund um die Technologie sorgen. Mit dem, laut Technology Radar gestiegenen Reifegrad der Blockchain, lässt sich das dennoch gestiegene Vertrauen von Unternehmen in die neuen Mechanismen, die der Blockchain-Implementierung zugrunde liegen, erklären. Daher dürften sich immer mehr Branchen, die Bedarf an Systemen für verteilte Register haben, um den Vertraulichkeitsanforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden, mit den Möglichkeiten der Blockchain auseinandersetzen.

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Kubernetes hat sich zu dem Betriebssystem für die Containerorchestrierung gemausert. Dies liegt zum Einen an der offenen und modularen Architektur und zum Anderen an dem wachsenden Ökosystem von Tools rund um Kubernetes. Da immer mehr Produkte Kubernetes als Ökosystem nutzen, sei damit, nach Einschätzung von ThoughtWorks, die nächste Abstraktions-Ebene nach Microservices und Containern erreicht. Das lasse zudem den Schluss zu, dass Entwickler moderne Software-Architekturen trotz der inhärenten Komplexität verteilter Systeme effektiv nutzen könnten.

Die Cloud ist in vielen Unternehmen dank fallender Preise und höherer Leistungsfähigkeit nun mehr Standard. Außerdem werden Cloud-Anwendungen weiter entwickelt und bieten neben Basisfunktionen mittlerweile auch Antworten auf spezifischere Anforderungen. Auf dem Vormarsch sind, laut ThoughtWorks, ebenfalls Poly-Cloud Strategien. Entsprechend dem Best-of-Breed-Modell suchen sich Unternehmen hierbei aus unterschiedlichen Anbietern den jeweiligen besten Mix für ihre Workloads in der Cloud aus.

Durch die politische und gesellschaftliche Öffnung Chinas, ist es großen chinesischen Unternehmen wie Alibaba und Baidu möglich, ihre Open Source Frameworks, Tools und Plattformen weltweit zugänglich und nutzbar zu machen. ThoughtWorks geht davon aus, dass angesichts der vielen Software-Projekte im boomenden chinesischen Markt die Anzahl und die Qualität von entsprechenden Open-Source-Projekten auf GitHub und anderen Open-Source-Plattformen rasant steigen wird.

Die komplette Auswertung gibt es auf der Webseite. (kkr)

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