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Traefik-Macher Containous betritt mit Maesh die Service-Mesh-Bühne

Im Vergleich zu Service-Meshes wie Istio oder Linkerd positioniert sich Maesh als einfach zu konfigurierende, nichtinvasiv arbeitende Alternative.

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(Bild: Containous)

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Containous, bisher vor allem bekannt als Anbieter des Ingress-Controllers Traefik, der im Kubernetes-Umfeld gegen Reverse-Proxies wie nginx oder HA-Proxy antritt, geht nun auch mit dem neuen Service-Mesh Maesh an den Start. Maesh ist als Alternative zu bekannten Service-Mesh-Anwendungen wie Istio oder Linkerd angelegt und soll sich vor allem durch einfache Installation und Handhabung auszeichnen – ohne Abstriche beim Funktionsumfang.

Maesh baut auf dem in Go geschriebenen Reverse-Proxy Traefik auf und orientiert sich an der neuesten Version der Service-Mesh-Interface-Spezifikation (SMI). Daher soll es sich nach Einschätzung der Containous-Macher problemlos in bestehende Kubernetes-Cluster-Umgebungen integrieren lassen. Auch Anwender, die bereits andere Services-Meshes im Einsatz haben, sollen bei Bedarf schrittweise auf Maesh umsteigen können, da sich laufende Dienste dank Opt-in-Architektur einzeln umstellen lassen. Auf Basis der CoreDNS-Plattform lassen sich dabei die Maesh-Endpoints alternativ zu denen von Kubernetes nutzen. Das Service-Mesh verzichtet dabei auf Sidecars.

Architektur von Maesh

(Bild: Containous)

Maesh lässt sich darüber hinaus sowohl im TCP- als auch im HTTP-Modus nutzen – oder auch in beiden gleichzeitig. Bei der Installation von Maesh sollen zudem nur geringfügige Anpassungen an CoreDNS erforderlich sein, die sich bei Bedarf auch leicht wieder rückgängig machen lassen. Containous spricht in diesem Zusammenhang von einem nichtinvasiven Ansatz, der Maesh von anderen Service-Meshes absetze. Für die Installation ist lediglich ein Helm Chart notwendig, CRDs oder andere Hilfsapplikationen sind nicht erforderlich:

$ helm repo add maesh https://containous.github.io/maesh/charts
$ helm repo update
$ helm install --name=maesh --namespace=maesh maesh/maesh

Maesh steht ebenso wie Traefik als Open Source zur Verfügung – Containous lädt alle Interessierten zur Mitarbeit ein. Nähere Informationen zum neuen Service-Mesh finden sich im Blogbeitrag zur Vorstellung, sowie auf der Maesh-Projektwebsite und auf GitHub.

Siehe hierzu auf heise Developer:

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