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TypeScript 3.6 geht planmäßig mit einigen Breaking Changes an den Start

Über die mit der Betaversion eingeführten neuen Funktionen hinaus, bietet das TypeScript-Release lediglich Fehlerbehebungen und Performanceverbesserungen.

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Pünktlich wie im Rahmen der Veröffentlichung der Betaversion Ende Juli angekündigt legt Microsoft nun Version 3.6 des JavaScript-Supersets TypeScript nach. Gegenüber der bereits als Feature Complete eingestuften Beta sind lediglich weitere Bugfixes und Leistungsverbesserungen hinzugekommen – außerdem wurden einige Breaking Changes umgesetzt. Unter den neuen Funktionen von TypeScript 3.6 sind vor allem strikteres Checking für Iterator- und Generator-Funktionen, ein genauerer Array Spread sowie verständlicherer Umgang beim Arbeiten mit Promises hervorzuheben.

Mit dem Wechsel auf TypeScript 3.6 müssen Entwickler verschiedene Breaking Changes berücksichtigen. Im Zuge eines Updates des Document Object Model (DOM) hat Microsoft eine Reihe von Deklarationen in lib.dom.d.ts verändert oder sogar entfernt. Anstelle von GlobalFetch ist nun WindowOrWorkerGlobalScope zu verwenden. webgl oder webgl2 ersetzen den experimental-webgl-Kontext. window ist nicht länger als Type Window definiert, sondern als Type Window & typeof globalThis.

In Anpassung an die ECMAScript-Spezifikation sind Klassen-Deklarationen mit Methoden namens constructor nun constructor-Funktionen, unabhängig davon, ob sie mit identifier- oder string-Namen deklariert wurden.

class C {
"constructor"() {
console.log("I am the constructor now.");
}
}

Darüber hinaus entfallen die bisher in Keywords erlaubten Escape-Sequenzen und in JavaScript-Dateien zieht TypeScript bei der Suche nach deklarierten Types nur noch die unmittelbar vorausgehenden JSDoc-Kommentare heran. Der in früheren Versionen noch übliche Merge von JSDoc-Kommentaren findet nicht mehr statt.

In der neuen TypeScript-Version hat Microsoft bereits in der Beta Iterator und IteratorResult um verschiedene Type-Parameter und den neuen Generator-Typ ergänzt, um es Entwicklern zu erlauben, den Yield- und Return-Typ zu spezifizieren sowie festzulegen, welchen Typ next annehmen kann. Bei For/Of-Schleifen und Array Spreads für ECMAScript-Versionen vor ES2015 können Entwickler nun auf den Helper __spreadArrays zurückgreifen, der genauer sein soll. Einige Verbesserungen an der User Experience beim Umgang mit Promises sollen Anwendern die Arbeit mit asynchronen Daten erleichtern. Der bisherige Einsatz einer API, die sich an Promises orientiert, gab offenbar häufiger Anlass für Verwirrung.

Einen kompletten Überblick aller Neuerungen in TypeScript 3.6 bietet der Blogbeitrag zur Veröffentlichung des Release. Hinweise auf die für die zweite Jahreshälfte geplanten weiteren Verbesserungen im JavaScript-Superset finden sich in der Roadmap auf GitHub. (map)