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TypeScript findet neues Zuhause und bekommt überarbeiteten Compiler

Microsofts TypeScript-Entwickler folgen den Stimmen aus der Community, die das Projekt gern auf GitHub beheimatet sähen. Darüber hinaus arbeiten sie an einem neuen Compiler, der deutlich mehr leisten soll.

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In einem Blogeintrag hat Microsoft-Mitarbeiter Jonathan Turner über Neuigkeiten bei Microsofts JavaScript-Alternative berichtet. Zum einen hat TypeScript nach Anfragen der Community sein Zuhause von jetzt an auf GitHub. Zum anderen arbeitet das Team hinter der Programmiersprache derzeit an einem leistungsfähigeren Compiler, der die vergleichsweise schlechte Performance seit TypeScript 0.9 vergessen lassen soll.

Mit dem Umzug des Projekts auf GitHub mussten auch die noch offenen Issues in einem neuen Tracker untergebracht werden. Turner weist darauf hin, dass das nicht für alle zu leisten war und Nutzer, die auf Fehlfunktionen und Ähnliches aufmerksam gemacht haben, prüfen sollten, ob das Problem in der aktuellen Version noch bestehe. Sollte das der Fall sein, sind sie aufgerufen, ein neues Issue anzulegen. Auch das Wiki hat nun auf GitHub seinen Platz, der Blogs soll allerdings weiterhin auf MSDN bleiben.

Nicht nur bei der neuen Heimat des Projekts hatte das Team hinter der Sprache ein Ohr für seine Nutzer, nehmen sich die Entwickler derzeit doch auch der Performance des Sprachcompilers an. Erste Frucht dieser Arbeit ist ein neuer, besser strukturierter Compiler-Kern, der Grundlage eines einfacher zu erweiternden und darüber hinaus deutlich leistungsfähigeren Compilers sein soll. Erste Versuche beim Bau eines solchen hätten wohl schon vielversprechende Ergebnisse geliefert.

Der Weg zum neuen Compiler scheint allerdings noch ein etwas längerer zu sein. Bis zu seiner Fertigstellung müssen sich die Entwickler noch mit Komponenten wie dem Parser und dem Emitter oder Funktionen wie Type Checking auseinandersetzen. Wer beim Bau behilflich sein will, kann den derzeitigen Stand bei GitHub einsehen. Erst wenn man hier Fortschritte gemacht hat, sollen die Umsetzung von ECMAScript-6-Features und den am meisten von Nutzern nachgefragten Funktionen wieder auf der To-do-Liste nach oben steigen. (jul)