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Umfrage: 90 Prozent sind zufrieden mit Eclipse-Entwicklungsumgebung

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Die Eclipse Foundation hat die Ergebnisse der weltweiten "2009 Eclipse Community Survey" in dem "Open Source Developer Report" vorgestellt. Die Foundation hatte von Mitte April bis Mitte Mai zu der Umfrage eingeladen, um Aufschluss zu erhalten, wie Entwickler die von ihnen genutzten Werkzeuge verwenden und insbesondere welche Software sie einsetzen. Die Organisation wollte erfahren, wie die Befragten Open-Source-Software nutzen sowie ob und wie jeder Einzelne in Interaktion mit der Eclipse-Community tritt. Knapp 1500 Teilnehmer konnte die Foundation für die Umfrage gewinnen, davon die meisten mit 27,8 Prozent aus Deutschland, gefolgt von 15,7 Prozent aus den Vereinigten Staaten. Über 80 Prozent der Befragten arbeitet für Unternehmen, die nicht Mitglieder des Open-Source-Konsortiums sind.

War es 2007 bei einer ähnlichen IDC-Umfrage 46 Prozent der Befragten erlaubt, Open-Source-Software zu nutzen, aber nicht erlaubt, Code selbst beizusteuern, sind es hier jetzt nur noch 27 Prozent. Hingegen ist die Zahl derjenigen, die beides dürfen, von 37 auf 48,2 Prozent gestiegen. Etwa fünf Prozent mehr gaben gegenüber der IDC-Befragung an, dass ihr Geschäftsmodell auf Open-Source-Software basiere. Das entspricht 15,6 Prozent der Umfrageteilnehmer. Eclipse als Entwicklungsumgebung stößt bei den Befragten auf große Zufriedenheit. Knapp 90 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden mit ihr.

Linux konnte im Vergleich zu 2007 bei den Betriebssystemen um 7 auf 26,9 Prozent zulegen. Es liegt damit weiter an zweier Stelle hinter Windows, das allerdings einen Rückgang von 10 Prozentpunkten auf 64 Prozent verzeichnet, und vor Mac OS X, das sich um 3,5 auf 6,9 Prozent steigerte. Als Java-Entwicklungsumgebung gestartet, ist das Ergebnis bei den verschiedenen Eclipse IDEs nicht verwunderlich, nutzen 60 Prozent der Befragten die Eclipse Java Development Tools (JDT), 12,6 Prozent die PHP- und 6,3 Prozent die C/C++-Variante.

In der Sourcecode-Management-Welt dominiert unter Eclipse-Entwicklern Subversion (57,5 %). CVS kommt auf 20 Prozent. Spannend wird sein, wie die wachsende Popularität von verteilten Versionskontrollsystemen in zwei Jahren Einfluss auf dieses Feld nimmt. Kürzlich erst ist das Proposal für EGit zum Entwickeln von Werkzeugen für JGit, die Java-Implementierung des verteilten Versionskontrollsystems, als Eclipse-Projekt akzeptiert worden.

Bei den Build- und Release-Management-Umgebungen liegt Ant mit 33,4 Prozent vorne, gefolgt von Maven (18 %) und Hudson (9,1 %). Java ist mit 76,6 Prozent die dominierende Programmiersprache unter den Befragten. 30,2 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage entwickeln serverbasierte Anwendungen. 24,7 Prozent kümmern sich um Webanwendungen. Desktop-Applikationen programmieren 23,4 Prozent. Eclipse-Plug-in-Entwickler sind knapp 10 Prozent.

MySQL (27,7 %) und Oracle (27,3 %) sind bei der Wahl der bevorzugten Datenbank fast gleich auf. Oracle findet vor allem bei Java- und serverbasierten Anwendungen Verwendung, MySQL eher bei Web-, RIA (Rich Internet Applications)- und insbesondere PHP-Applikationen. Bei den Applikationsservern liegt Tomcat (34,8 %) vorne, gefolgt von JBoss (12,7 %) und IBM WebSphere (6,9 %). Schließlich sind knapp 90 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit Eclipse.

Den Report finden Interessierte als PDF-Datei, die genauen Ergebnisse der Umfrage stehen ebenfalls bereit.

Siehe dazu auch:

(ane)