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Umfrage: Entwickler freuen sich vor allem auf Lambda-Ausdrücke in Java 8

Aller schlechten Presse in den vergangenen Jahren zum Trotz sind Java-Entwickler gespannt auf die nächste Version der Programmiersprache – das ist zumindest der Tenor einer Umfrage des Unternehmens Typesafe unter mehr als 2800 Java-Programmierern.

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Das Unternehmen Typesafe, das maßgeblich in die Entwicklung der mit der Java Virtual Machine (JVM) laufenden Programmiersprache Scala involviert ist, hat im Februar 2014 online 2800 Java-Entwickler befragt. Zwei Drittel von ihnen planen, ihre Java-Systeme innerhalb der nächsten zwei Jahre auf Java 8 zu aktualisieren. 54 Prozent der für die "Java 8 Survey" Befragten will das Upgrade bereits innerhalb des nächsten Jahres durchführen und 29 Prozent wollen innerhalb der nächsten sechs Monate wechseln.

Nach dem gegenwärtigen Stand wird Java 8 – die nächste Version der Programmiersprache – am 18. März erscheinen, ein offizielles Release-Event von Oracle soll am 25. März folgen. Das Erscheinen der Sprachversion war schon für voriges Jahr vorgesehen, wurde aber im Frühjahr 2013 auf dieses Jahr verschoben, da die Oracles Java-Ingenieure die Arbeiten am vermutlich wichtigsten Feature, den Lambda-Funktionen, zurückstellen mussten. Zunächst wurde für wichtiger erachtet, eine Welle an aufgedeckten Sicherheitslücken zu beheben. 59 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind übrigens der Meinung, dass Oracle bei der Sicherheit den richtigen Weg eingeschlagen habe, der Rest ist anderer Ansicht.

Die größte Vorfreude unter den Umfrageteilnehmern konnten die Lambda-Ausdrücke auslösen. Sie kommen auf 83 Prozent, und auch das Feature, das auf den zweithöchsten Wert (30 %) kommt, die Erweiterungen in den Collection-Klassen der Java-Standardbibliothek, haben mit den Lambda-Expressions zu tun.

Lambdas bringen Aspekte funktionaler Programmierung in Java. Es soll damit möglich werden, mit Collections durch besser parallelisierbare Algorithmen praktisch ohne explizites Zutun des Entwicklers das Beste aus einem Multicore-Rechner herauszuholen. Weitere aufmerksam verfolgte Neuerungen sind Bulk-Transfer für Collections (17 %), Concurrency-Updates (16 %), Date & Time API (15 %), das Entfernen der Permanent Generation (10 %) und die JavaScript-Engine Nashorn (9 %).

73 Prozent der Befragten verwenden zurzweit das noch aktuelle Java 7, das von Oracle seit vorigem Jahr nicht mehr offiziell unterstützte Java 6 ist noch bei 22 Prozent im Einsatz. Von diesen erwägen auf absehbare Zeit ungefähr gleich viele den Wechsel zu Java 7 (47 %) oder gleich den Sprung auf Java 8 (44 %). Obowhl viele Entwickler schon bald auf Java 8 wechseln wollen, haben sich bislang nicht allzu viele (32 %) mit der neuen Sprachversion eingehender auseinandergesetzt. (ane)