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Umfrage: Scala wird zunehmend als Java-Alternative ernst genommen

Über 2000 Java-Entwickler konnte ZeroTurnaround für die diesjährige Befragung zum Einsatz der Programmiersprache Java und wichtiger Tools gewinnen. Auf großes Interesse stößt mittlerweile die funktionale und objektorientierte Sprache Scala.

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Rebel Labs, die Forschungsabteilung von ZeroTurnaround, dem Anbieter der Java-Werkzeuge JRebel und LiveRebel, hat sich schon vor einiger Zeit in die Phalanx derer eingereiht, die Befragungen unter Java-Entwicklern zum Einsatz der Programmiersprache und wichtigen Tools durchführen. Für ihre diesjährige 60-seitige Studie hat Rebel Labs über 2150 Teilnehmer befragen können, wodurch die nun veröffentlichten Ergebnisse weitgehend repräsentativen Charakter haben.

Während zwei Drittel der Befragten noch mit Java 7 entwickeln, kommt das im März dieses Jahres veröffentlichte Java 8 bislang auf 7 Prozent. Gar 26 Prozent arbeiten noch mit Java 6, das schon 2006 freigegeben wurde und von Oracle schon geraume Zeit nicht mehr unterstützt wird. Für das neue Java spricht, dass 35 Prozent der Befragten angaben, dass der Wechsel auf Java 8 in diesem und nächstem Jahr eine hohe Priorität habe. Mehr als zwei Drittel hat darüber hinaus mit Enterprise-Java-Anwendungen zu tun, wobei das Gros der Installationen (49 %) noch mit Java EE 6 betrieben wird. Die seit letztem Jahr aktuelle Java EE 7 findet sich 35 Prozent der Entwickler.

Doch Java ist schon einige Zeit nicht mehr die einzige Programmiersprache, die auf der Java Virtual Machine läuft. Das größte Interesse genießt hier unter den Befragten Scala (47 %), das Anfang des Jahres seinen 10-jährigen Geburtstag feiern konnte. Die sowohl funktionale als auch objektorientierte Sprache scheint vor allem durch die Rückendeckung der Firma Typesafe am nötigen Vertrauen zu gewinnen, um als ernst zu nehmende Alternative für Java bestehen zu können. Scala stößt bei der Frage nach Techniken, mit denen sich Entwickler intensiver beschäftigen möchten, sogar auf ein größeres Interesse als Java 8. Auf Scala folgen in der Erhebung des Weiteren die Skriptsprache Groovy (31 %) und der Lisp-Dialekt Clojure (12 %).

Die Gewinner unter den Werkzeugen auf einen Blick.

(Bild: Studie: Java Tools and Technologies Landscape for 2014)

Auf Tools-Seite kommt das Testwerkzeug JUnit auf den höchsten Prozentsatz (82,5 %). Ebenfalls sehr verbreitet sind das Continuous-Integration-Werkzeug Jenkins (70 %), die verteilte Versionskontrolle Git (69 %), der O/R-Mapper Hibernate (67,5 %), das Build-Tool Maven (64 %) und das Nexus-Repository (64 %). Eclipse nutzt knapp die Hälfte aller Befragten, IntelliJ IDEA folgt hier mit 26 Prozent. NetBeans kommt auf 10 Prozent. Und MySQL ist mit 32 Prozent an der Spitze unter den SQL-Datenbanken, während MongoDB mit 56 Prozent zum Platzhirsch unter den NoSQL-Angeboten geworden ist. Bei den Anwendungsservern liegt Tomcat (50 %) vor JBoss (16 %), Jetty (12 %) und GlassFish (7,4 %).

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)