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Umfrage: Web-Developer und DevOps bauen auf Go

Im jährlich durchgeführten Go Survey zeichnet sich neben API/RPC und CLI-Tools Automatisierung als wachsendes Einsatzgebiet für die Go-Programmierung ab.

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Umfrage: Web-Developer und DevOps bauen auf Go

(Bild: iX)

Die Macher hinter der Programmiersprache Go haben die Ergebnisse des seit 2016 alljährlich unter Go-Entwicklern durchgeführten Go Survey für 2018 vorgelegt. An der Studie haben sich gut 5800 Developer aus mehr als 100 Ländern beteiligt, und erstmals gab mehr als die Hälfte der Teilnehmer an, dass sie Go im Rahmen ihrer täglichen Routine nutzen. Konkret sind es 72 Prozent der Befragten (2016: 62 Prozent), die Go in ihrem Job nutzen – und demnach für ihre Arbeit mit der Programmiersprache bezahlt werden.

Aber auch die Zahl der Entwickler, die Go außerhalb ihres Jobs nutzen, stieg seit 2016 von 64 auf jetzt 70 Prozent. Die Studienmacher leiten daraus einen Trend ab: Unternehmen setzen zunehmend auf den Einsatz von Go in der professionellen Softwareentwicklung. Gleichzeitig genießt die Programmiersprache anhaltend hohe Popularität unter Developern seit Go 2016 erstmals von TIOBE zur Programmiersprache des Jahres gekürt wurde.

Die wichtigsten Einsatzgebiete sind API/RPC-Dienste sowie CLI-Applikationen. Während letzteres unter den Nennungen der Umfrageteilnehmer seit 2016 konstant bei 63 Prozent liegt, konnten die API-Dienste sogar deutlich zulegen – von 60 auf 73 Prozent. Beide Anwendungsfelder kommen den spezifischen Stärken von Go im Bereich der Entwicklung Coud-nativer Software entgegen und werden daher nach Einschätzung der Studienmacher auch weiterhin die höchste Bedeutung für Go-Entwickler behalten.

Arbeitsgebiete von Go-Entwicklern laut Go Survey 2018 (Mehrfachnennungen möglich)

(Bild: golang.org)

Einen nennenswerten Zuwachs zeigt der Report aber auch im Bereich Automatisierung und Skripting auf, der binnen zwei Jahren von 31 auf 38 Prozent zugelegt hat. Diese Entwicklung deckt sich mit dem Wandel im primären Arbeitsumfeld der Umfrageteilnehmer. Während die Mehrheit (65 Prozent) nach wie vor in der Webentwicklung tätig ist, stieg der Anteil jener Developer, die den Bereichen DevOps (41 Prozent) und Systemprogrammierung (39 Prozent) zuzuordnen sind. In beiden Tätigkeitsfeldern spielt Automatisierung eine zentrale Rolle.

Bei der Wahl der Editoren für die Programmierung mit Go haben die Umfrageteilnehmer zwei klare Favoriten: VS Code und GoLand/IntelliJ. Während noch vor zwei Jahren ein Viertel der Befragten Vim zur Nummer eins kürten, taten dies im Go Survey 2018 nur noch 17 Prozent. GoLand/IntelliJ hingegen konnte seit 2016 von 13 auf 22 Prozent zulegen, für VS Code entscheiden sich sogar 35 Prozent der Entwickler.

Die bevorzugten Betriebssystemplattformen sind Linux (65 Prozent) und macOS (50 Prozent) – gefolgt von Windows mit 18 Prozent. Unter den Entwicklern, die auf mehreren Plattformen arbeiten, gestalten sich die Präferenzen ähnlich: Linux liegt bei 32 Prozent und macOS bei 22 Prozent. Immerhin 27 Prozent der Befragten nutzen diese beiden Plattformen, während Windows lediglich auf 5 Prozent kommt. In der Kombination mit Linux liegt Windows zumindest bei 9 Prozent.

Weitere Trends rund um die Programmiersprache Go und deren Einsatzgebiete finden sich im Go Survey 2018, dessen Ergebnisse ein Blog-Beitrag auf der Golang-Website zusammenfasst.

Siehe hierzu auch:

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