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Ungewisse Zukunft für Oracles Webframework Project Avatar

Oracles Project Avatar, das ein für die JVM vorgesehenes Node.js-basiertes Framework bereitstellen sollte, hat vermutlich keine Zukunft mehr. Doch die Arbeiten daran sollen nicht vergebens gewesen sein.

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2011 angekündigt und dann 2012 erstmals präsentiert, scheint nun Oracles Project Avatar vor dem Aus zu stehen. Denn nachdem der einst dem Projekt wohlgesonnene Entwickler Niko Köbler Ende Januar 2015 in einem Blog-Beitrag spekulierte, dass Oracle das für die Java Virtual Machine (JVM) vorgesehene Node.js-basierte Webframework womöglich fallen gelassen habe, führte das dazu, dass sich der Konzern jetzt zum Status quo des Projekts geäußert hat.

Leider befindet sich Avatar derzeit in einem Ruhestand [--[ und das, nachdem Oracle erst auf der letzten JavaOne im Herbst 2014 vollmundig von "Avatar 2.0" gesprochen hatte, das eine Art Neustart sein sollte, da die frühere Version an Performance- und Kompatibilitätsproblemen mit Node.js schwächelte. Doch nun heißt es, dass die mit Avatar gemachten Erfahrungen nicht sinnlos gewesen seien.

So resultierten etwa die WebSockets-Arbeiten in Tyrus, der WebSocket-Implementierung in den Anwendungsservern GlassFish und WebLogic. Von den Performancearbeiten habe außerdem Nashorn profitiert, die JavaScript-Implementierung für die Java-Plattform. Schließlich habe man bei Oracle realisiert, wie wichtig Node.js, das Framework zur Entwicklung serverseitiger Programme, sei. Das Unternehmen plant für dieses Jahr die Auslieferung des Oracle Node Cloud Service, der offenbar mit Node.js erstellt ist.

Dessen ungeachtet drückt sich Oracle hinsichtlich der Zukunft von Avatar sehr zurückhaltend aus, sodass auch Köbler in einem neuen Blog-Beitrag der Ansicht ist, dass Avatar tot sei. Die Budgets lägen bei Oracle verstärkt bei WebLogic und Cloud. So würden so ziemlich alle ehemaligen Glassfish-Entwickler derzeit in diesen Bereichen arbeiten, schreibt Köbler an die Redaktion. Hoffnung hat er hingegen bei Red Hats Alternative Nodyn, an der etliche Entwickler mitarbeiten würden.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)