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Spiele-Engine Unity 2018.2 verbessert die Scriptable Render Pipeline

Unity 2018.2 verbessert die Scriptable Render Pipeline

(Bild: Unity)

Die neue Version der Spiele-Engine Unity konzentriert sich hauptsächlich auf Verbesserungen der in der Vorgängerversion eingeführten Scriptable Render Pipeline.

Unity hat Version 2018.2 der gleichnamigen Spiele-Engine veröffentlicht. Das neue Release fokussiert sich hauptsächlich auf Überarbeitungen der mit Unity 2018.1 [1] eingeführten Scriptable Render Pipeline (SRP), die Entwicklern eine Steuerung des Rendering-Prozesses ermöglicht.

Mit dem SRP Batcher gibt es nun einen Ersatz für den veralteten SRP-Rendering-Code. Der neue Batcher soll als innere Loop der Unity Engine fungieren und CPU-Rendering schneller machen – und das ohne GPU-Performanceeinbußen. Er funktioniert mit den noch in Preview vorliegenden HDRP und LWRP, sowie mit PC DirectX-11, Metal und Playstation 4.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Skripte für Shader Variants Stripping zu erstellen. Dadurch können Nutzer die Anzahl der generierten Shader-Varianten steuern und so die Datengröße und Player Buld Time reduzieren. Das Feature erlaubt es, alle Shader-Varianten mit invaliden Codepfaden oder unbenutzten Features zu streichen. Außerdem können Nutzer Shader-Build-Konfigurationen wie "Debug" oder "Release" erstellen, ohne die Iterationszeit zu beeinflussen. Ein detaillierter Blogpost von Unity [2] liefert weitere Informationen.

Die Lightweight Render Pipeline (LWRP) und die High Definition Render Pipeline (HDRP) liegen nach wie vor nur als Preview vor. LWRP-Nutzer müssen für den Support von Multisample Anti-Aliasing (MSAA) noch bis Version 2018.3 warten. HDRP-Nutzer können hingegen jetzt ebenfalls auf eine limitierte Variante des in Version 2018.1 eingeführten Shader Graph zurückgreifen um Shader zu erstellen. Eine Unterstützung von AR- und VR-Plattformen ist für 2019 vorgesehen.

Eine mit HDRP erstellte Autowerbung

Die Spiele-Engine bietet in der neuen Version eine ganze Reihe an Überarbeitungen, unter anderem auch einen experimentellen Support für Vulkan in den Windows- und Linux-Editoren. Unity selbst spricht in der offiziellen Ankündigung [3] von 183 Verbesserungen und 1426 Bugfixes. Einen Überblick darüber bieten die Release Notes [4]. (bbo [5])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4107486

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Spiele-Engine-Unity-2018-1-gibt-Entwicklern-Zugriff-auf-die-Rendering-Pipeline-4039537.html
[2] https://blogs.unity3d.com/2018/05/14/stripping-scriptable-shader-variants/
[3] https://blogs.unity3d.com/2018/07/10/2018-2-is-now-available/
[4] https://unity3d.com/de/unity/whats-new/unity-2018.2.0
[5] mailto:bbo@ix.de