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Unreal Engine 4.18 bringt verbesserte Lichteffekte

Die Spiele-Engine führt Volumetric Lightmaps ein und verbessert die Lichteffekte für Volumetric Fog. Außerdem öffnet sich Unreal AR-Anwendungen auf iOS und Android, und das Media Framework ermöglicht Video-Composition in Echtzeit.

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Epic Games hat sich für Version 4.18 der Unreal-Engine unter anderem auf verbesserte Lichteffekte konzentriert. Dabei standen sowohl die realistischere Darstellung als auch die verbesserte Performance im Mittelpunkt. Ein weiterer Schwerpunkt des aktuellen Release sind Augmented-Reality-Spiele und -Anwendungen für iOS und Android.

Volumetric Lightmaps sollen vor allem dafür sorgen, dass sich die Beleuchtung bewegter Objekte besser an die des Hintergrunds anpasst als der bisher verwendete Indirect Lighting Cache. Gleichzeitig sollen sie die Performance verbessern, da sie sich effizient auf der GPU berechnen lassen, während die bisherigen Ansätze die CPU verwendet.

Mit Volumetric Lighting heben sich bewegte Objekte weniger vom Hintergrund ab.

Der in Version 4.16 eingeführte Volumetric Fog nutzt die Volumetric Lightmaps, sodass nun stationäre Lichtquellen den Nebel beeinflussen, ohne dass die Effekte die Performance beeinträchtigen. Zudem hat das Team die Auswirkung der Himmelsbeleuchtung auf Nebel verbessert, damit der Schattenwurf natürlicher wirkt.

Der Einsatz gefilterter Cubemaps soll die Lichteffekte vor allem für Szenen mit tiefstehenden Himmelslichtern, also beispielsweise beim Sonnenauf- oder -untergang verbessern. Ebenfalls lassen sich nun über Anpassung der Einstellung Num Sky Light Bounces Himmelslichter mehrfach indirekt reflektieren. Der Effekt hängt stark von den verwendeten Oberflächen ab.

Eine erste Anbindung an Apples ARKit war bereits in Version 3.17 von Unreal enthalten, seinerzeit aber noch als experimentell gekennzeichnet. Mit dem aktuellen Release bezeichnet Epic Games die ARKit-Unterstützung nun als bereit für den produktiven Einsatz. Entwickler, die Projekte mit der Vorversion erstellt haben, müssen sie neu bauen, da die ARKit-Anbindung signifikante Änderungen enthält. Nach wie vor existieren einige offene Issues, die der Unreal-Blog detailliert auflistet. Auch für Android können Entwickler Augmented-Reality-Anwendungen erstellen: Unreal 4.18 unterstützt die Developer Preview von Googles ARCore.

Das Media Framework ermöglicht nun das Video-Compositing, also das Zusammensetzen unterschiedlicher Szenen in Echtzeit. Außerdem haben die Macher die Compilezeit verbessert. Weitere Neuerungen im Media Framework sind zeitliche Synchronisation sowie Unterstützung von Capture-Hardware und Video-over-IP.

Das Team hat zudem die Werkzeuge zum Erstellen von Bekleidung maßgeblich überarbeitet. Eine neue Clothing Pane bietet zahlreiche spezielle Einstellung. Außerdem gibt es verbesserte Zeichenwerkzeuge zum Bearbeiten der Bekleidung. Die Clothing-Tools sind in die Physics Assets integriert zum Bearbeiten von Kollisionen.

Zahlreiche Werkzeuge helfen beim Erstellen von Bekleidungen aus Stoff.

Weitere Details, unter anderem zum überarbeiteten Physics Asset Editor, lassen sich dem Unreal-Blog entnehmen. (rme)