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VMware kauft Pivotal – und Carbon Black

Der Virtualisierungsexperte investiert durch die Übernahmen von Carbon Black und Pivotal stark in sein Cloud-Angebot.

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(Bild: dpa, Stefan Sauer)

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Dass es zum Kauf von Pivotal kommen könnte, hatte sich schon letzte Woche angebahnt. VMware setzt nun noch einen obendrauf und gab zugleich mit der nun beschlossenen Pivotal-Akquise auch den Kauf von Carbon Black bekannt. Für das börsennotierte Sicherheitsunternehmen, das sich auf die Sicherung Cloud-basierter Workloads konzentriert, bezahlt VMware 2,1 Milliarden US-Dollar. Pivotal kostet hingegen 2,7 Milliarden Dollar. Hier hatte VMware schon vorher Anteile.

Carbon Black wurde 2002 gegründet und ging Anfang 2018 an die Börse. Zum Zeitpunkt des Börsengangs lag der Wert des Unternehmens bei etwas mehr als einer Milliarde US-Dollar. VMware plant nun offenbar, die Carbon-Black-Angebote in die Sicherheitsproduktpalette zu integrieren. Diese umfasst bereits die Marken AppDefense, Workspace ONE, NSX und SecureState.

Die Akquise zählt wohl mehr als 5600 Kunden und 500 Partner weltweit. Die Cloud-native Sicherheitsplattform nutzt große Datenmengen und Verhaltensanalysen, um den Schutz von Endpunkten vor Cyberangriffen zu gewährleisten.

Über die Carbon-Black-Übernahme lässt sich VMware im Bericht zu den jüngsten Quartalszahlen aus.

Pivotal ist eine gemeinsame Ausgründung von EMC (nun DellEMC) und VMware, die die Multi-Cloud-Plattform Cloud Foundry vorantreiben sollte. Die Ausgründung geschah 2012; letztes Jahr ging dann Pivotal an die Börse.

Pivotal hatte zuletzt stark in das Containerorchestrierungswerkzeug Kubernetes investiert und Produkte wie die Pivotal Spring Runtime for Kubernetes und die Pivotal Application Service for Kubernetes eingeführt. In die gleiche Kerbe schlug die letztjährige Übernahme von Heptio – das Unternehmen hatten Kubernetes-Mitschöpfer gegründet. Im Februar 2018 hatten die beiden Unternehmen gemeinsam den VMware Pivotal Container Service (PKS) lanciert. Weitere Informationen zur Pivotal-Übernahme finden sich in der Pressemeldung von VMware.

Beide Transaktionen werden voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2020 von VMware abgeschlossen. Dieses endet am 31. Januar 2020.

Siehe dazu auf heise Developer:

(ane)