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VMware rechnet vFabric 5 nach virtuellen Maschinen ab

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VMware hat die Version 5 der Cloud-Anwendungsplattform vFabric angekündigt. Der Hersteller positioniert sie als Gegenstück zu Microsofts Cloud-Plattform Windows Azure. vFabric basiert auf den Middleware-Entwicklerprodukten, die VMware durch die Übernahme von SpringSource sowie von GemFire und RabbitMQ erhalten hat, und ist für vSphere optimiert, funktioniert aber auch auf anderen Betriebssystemen.

Wurde vFabric bei der Einführung nur nach CPUs bepreist, rechnet der Hersteller nun alternativ nach der durchschnittlichen Anzahl der über das vergangene Jahr verwendeten virtuellen Maschinen (VMs) ab. Die Standard Edition mit tc Server, Webserver und Insight Operations soll 1200 Dollar pro VM kosten. Die Advanced Edition gibt es für 1800 Dollar pro VM. Sie enthält zusätzlich RabbitMQ und mit SQLFire eine SQL-Schnittstelle für GemFire. Verfügbar soll vFabric 5 Ende des Sommers sein. Den VM-Ansatz bei der Bepreisung sieht VMware als neues und zeitgemäßeres Modell, da es dem "Virtualization-first"-Ansatz der Unternehmen bei neuen Applikationen nachkomme.

Das vFabric-Paket besteht aus dem tc Server, einer Enterprise-Version des bekannten Servlet-Containers Apache Tomcat, die für VMwares Spring-Anwendungs-Framework und vSphere geeignet ist. Er wurde um eine Reihe Templates für unterschiedliche Cloud-Applikationstypen erweitert und mit den erforderlichen Operationsmodulen ergänzt. Dazu kommen GemFire, eine Daten-Management-Plattform für Echtzeitzugriffe auf global verteilte Daten, und RabbitMQ, einen Messaging-Service für die Kommunikation zwischen Applikationen innerhalb und außerhalb des Rechenzentrums.

Mit ERS gibt es eine Enterprise-Version des Apache-Webservers, der die Anwendungsauslastung vornimmt und auf eine gleichmäßige Lastverteilung achtet, und mit Hyperic bietet das Paket eine Performance-Management-Konsole, mit der sich die Applikationen in ihren physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen transparent machen lassen. Neu in vFabric 5 ist SpringSource Insight Operations. Damit lässt sich das Verhalten einer Anwendung visuell überwachen. Beim tc Server ist Elastic Memory for Java (EM4J) hinzugekommen, eine Art Speicher, der sich über die vSphere-Virtualisierung über unterschiedliche virtuelle Maschinen hinweg verteilen lässt. (ane)