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VR im Browser: WebVR 1.0 API Proposal vorgestellt

Als Meilenstein in der Geschichte von WebVR bezeichnen seine Urheber den Spezifikationsentwurf, der den Browser als Schnittstelle zu VR-Geräten etablieren soll.

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Um Entwicklern von Virtual-Reality-Inhalten eine Möglichkeit zu geben, Browser als Schnittstellen zu VR-Hardware einsetzen zu können, haben sich Mitarbeiter von Google, Microsoft und Mozilla an einer WebVR-Spezifikation versucht. Version 1.0 eines entsprechenden Entwurfs ist nun auf GitHub zu finden. Um die Schnittstelle auszuprobieren, stehen derzeit experimentelle Chromium-Builds für Windows und Android mit einem Proof of Concept zur Verfügung. Eine stabile Implementierung soll noch in der ersten Jahreshälfte in den Firefox-Nightly-Builds auftauchen. Eine kurze Einführung in die API gibt der bei Mozilla angestellte Casey Yee.

WebVR ist seit April 2014 in Arbeit. Da sich seitdem einiges geändert hat, mussten die Entwickler vor der Veröffentlichung einige nicht rückwärtskompatible Änderungen vornehmen, die Google-Ingenieur Brandon Jones in einem Blog-Eintrag zusammenfasst. So hat man sich unter anderem dafür entschieden, sich auf die Darstellung von WebGL-Inhalten zu konzentrieren und DOM-Elemente zunächst außen vor zu lassen. Zwar wolle man sich ihnen zu einem späteren Zeitpunkt erneut widmen, allerdings sei es derzeit sinnvoller sich, ganz einem Inhaltstyp zu verschreiben, statt am Ende zwar zwei zu unterstützen, aber beide nicht in dem Maß, wie es für ein gutes VR-Erlebnis nötig wäre.

Darüber hinaus sind die Entwickler beispielsweise von der Geometry Interface Specification zur Darstellung von Vektoren und Quaternionen abgewichen und nutzen statt dessen Float32Arrays. Da noch nicht alle Browser mit der Spezifikation umgehen können, erscheine der Schritt sinnvoller, zumal er auch Vorteile in Sachen Performance verspreche. Weitere Änderungen umfassen das Zusammenfassen von VRPositionSensorDevice und VRHMDDevice in einem VRDisplay-Objekt, eindeutigere Bezeichnung für verschiedene Objekte und Möglichkeiten, verschiedene Perspektiven umzusetzen. (jul)