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Versionskontrollsystem: Git 2.24 ist erschienen

Zu den Neuerungen von Git 2.24 gehören Feature-Makros, die Etablierung von Commit-Graphen und das "git filter-repo"-Werkzeug.

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Das Versionskontrollsystem Git ist in Version 2.24 erschienen. In das neue Release, das auf Git 2.23 vom August 2019 folgt, sind über 500 Commits eingeflossen, an denen knapp 80 Contributoren involviert waren, darunter auch etliche neue.

In Git 2.24 können sich Anwender nun für Feature-Makros entscheiden, einen Mechanismus, um die Standardeinstellung für eine Gruppe von Konfigurationsvariablen zu beeinflussen. Hierbei handelt es sich um eine Git-Konfiguration, die viele andere, von den Entwicklern handverlesene Konfigurationen umfasst. Anwendern wird es so offenbar ermöglicht, sich für eine bestimmte Funktion zu entscheiden oder Einstellungen vorzunehmen, die auf den Eigenschaften ihres Repositorys basieren.

Die in Git 2.19 eingeführten Commit-Graphen sind nun standardmäßig aktiviert. Wenn aktiviert und auf dem neuen Stand gehalten, können Commit-Grafiken für große Performanceverbesserungen der Load Commits sorgen. Das Feature hatte wohl seit seiner Einführung zunehmend an Beachtung gefunden und hat auch auf funktionaler Seite in Git 2.24 Überarbeitungen erfahren.

Wo offenbar git filter-branch, ein Tool zum Umschreiben der Codehistorie, in die Jahre gekommen ist, empfehlen die Entwickler nun, das neue unabhängige Werkzeug git filter-repo zu verwenden. So arbeitet es, anstatt jeden Commit in der richtigen Reihenfolge erneut zu verarbeiten, mit einer effizienten und schnelleren Stream-Darstellung der Historie. Doch auch git filter-branch wird noch einige Zeit in den üblichen Distributionen von Git enthalten bleiben.

Git 2.24 verfügt schließlich über die Möglichkeit, gewisse Injektionsangriffe mithilfe von -end of options zu verhindern. Und git rebase --rebase-merges unterstützt jetzt die Optionen --strategy und --strategy-option von git rebase, sodass man die Historie neu aufbauen kann, ohne die strukturelle Integrität zu verlieren und gleichzeitig die eigene Merge-Auflösungsstrategie festzulegen. Weitere Änderungen betreffen den Umgang mit Teilklonen und die Command-Line Completion Engine von Git.

Organisatorischen Charakter hat die Festlegung auf den Contributor Covenant, einem Code of Conduct für Open-Source-Projekte, dem sich nun auch die in die Git-Entwicklung involvierten Personen verpflichtet fühlen. Ein weiteres Ziel ist es, damit neuen Contributoren den Einstieg zu vereinfachen.

Weitere Informationen erhält man über die Release Notes oder eine etwas ausführlichere Aufbereitung der wichtigsten Features im Blog von GitHub. (ane)