Versionsverwaltung: GitLab 10.7 stellt die Web IDE quelloffen zur Verfügung

Die bisher nur in der kostenpflichtigen Version verfügbare Web IDE der Versionsverwaltung GitLab ist jetzt für alle Benutzer verfügbar. Außerdem bietet GitLab nun über Deploy Tokens, die die Arbeit mit Containern vereinfachen sollen.

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Versionsverwaltung: GitLab 10.7 stellt die Web IDE quelloffen zur Verfügung

Die neue Version der im Kern quelloffenen Versionsverwaltung GitLab ist erschienen. Größte Neuerung ist dabei die Quelloffenheit der Webentwicklungsumgebung, die bisher nur für Nutzer der kostenpflichtigen GitLab-Ultimate-Edition verfügbar war.

Außerdem können Entwickler jetzt auf Deploy Tokens zurückgreifen, die das Arbeiten mit der Containerorchestrierung Kubernetes vereinfachen sollen. Nutzer der Ultimate- beziehungsweise Gold-Version von GitLab können Static Application Security Testing (SAST) jetzt auch für die Programmiersprachen Go und C/C++ ausführen.

GitLab hat die Web IDE, die bisher für Nutzer der Ultimate-Edition exklusiv war, quelloffen zur Verfügung gestellt. Mit dieser Entwicklungsumgebung sollen Entwickler kleinere Fehler schneller beheben und Merge Requests einfacher ausführen können. Es soll dadurch nicht mehr notwendig sein, Branches oder Änderungen lokal zu wechseln oder zu lagern.

Zusätzlich erlaubt die Web IDE das Ändern mehrerer Dateien, eine Vorschau von Markdown, und das Nachprüfen und Commiten direkt im Browser. Die Web IDE lässt sich dabei aus dem Repository, einer Datei oder direkt aus einer Merge Request öffnen. Interessierte seien auf die offizielle Dokumentation für weitere Informationen verwiesen.

Vorstellung der neuen Web IDE von GitLab – Quelle: GitLab

Bereits in der vorherigen Version hat GitLab einen Fokus auf die bessere Integration von Kubernetes gelegt. Jetzt sollen sogenannte Deploy Tokens das Arbeiten mit Containern weiter vereinfachen. Die GitLab-Macher erklären, dass diese Tokens eine langlebige schreibgeschützte Authentifikation bieten sollen. Damit kann Kubernetes immer auf die benötigten Images zugreifen, ohne einem bestimmten Nutzer zugewiesen zu sein oder zu viele Berechtigungen zu haben.

Auch wenn mit der Web IDE ein exklusiver Teil von GitLab jetzt für alle Nutzer verfügbar ist, gibt es doch auch Neuerungen, die sich nur an zahlende Kunden richten. Die größte davon sind die nun verfügbaren SASTs für die Programmiersprachen Go und C/C++. Als Werkzeuge setzt GitLab Flawfinder beziehungsweise Go AST Scanner ein. Damit reihen sich die Programmiersprachen neben Python, Ruby on Rails und Java ein. Mehr Informationen bietet die offizielle Dokumentation.

Eine ausführliche Liste aller Neuerungen findet sich im offiziellen GitLab-Blog. (bbo)