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Versionsverwaltung Subversion 1.9: Entwickler stellen experiementelles Backend vor

Seit dem letzten Minor Release 2013 haben die Subversion-Entwickler das Tool unter anderem mit einem neuen Standarddateisystemformat und einem experimentellen neuen Repository-Backend ausgestattet.

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Versionsverwaltung: Subversion 1.9

Die Entwickler des auch als SVN bekannten Versionsverwaltungssystems Apache Subversion haben die Arbeiten an Version 1.9 ihres Werkzeugs beendet und das Ergebnis zum Download zur Verfügung gestellt. Es kann vor allem mit Verbesserungen des FSFS-Systems und einem neuen experimentellen Repository Backend aufwarten.

Letzteres ist wohl nötig, da FSFS mittlerweile schon zehn Jahre alt ist und die Entwickler die Möglichkeiten für zukunftsweisende Änderungen als begrenzt ansehen. Das FSX genannte Backend soll hier eine Lösung bieten und unter anderem den Metadaten-Overhead um 90 Prozent reduzieren sowie gut mit sehr großen Dateien umgehen können. Außerdem soll es ermöglichen, den Speicher zu partitionieren und etwa Dokumente besser zu komprimieren. Noch sind nicht alle der angedachten Funktionen umgesetzt und die Entwickler raten vom Einsatz in Produktivsystemen ab, da auch nicht geplant ist, mit SVN 1.9 erstellte FSX-Repositories in Version 1.10 zu unterstützen. Dennoch soll sich FSX derzeit zum Beispiel als Hochgeschwindigkeitsdatenquelle auf schreibgeschützten Spiegelservern eignen und das Team will Nutzer dazu ermuntern, zu prüfen, wie sich das Backend in eine eigene Infrastruktur einbinden ließe.

Trotz der Neuentwicklungen ruhen die Arbeiten an FSFS nicht. Subversion 1.9 kommt unter anderem mit einem neuen Dateisystemformat, dass die Zahl von I/O-Operationen reduzieren soll. Format 7 ist das neue Standardformat und soll sich beispielsweise dadurch auszeichnen, dass der Inhalt einer Revision nicht länger mit dem physischen Ort in einer Datei adressiert wird, sondern dafür logische Item-Nummern zum Einsatz kommen. Darüber hinaus soll es Commits erlauben, selbst wenn gerade ein Packing-Vorgang läuft und der Befehl svnadmin pack soll die Daten einer Revision so umordnen, dass verwandte Informationen nebeneinander liegen und sich mit weniger Anfragen auslesen lassen. Zum Analysieren und Manipulieren von FSFS-Repositories steht nach dem Update mit svnfsfs ein neues Tool zur Verfügung.

Nutzer, die die Testsuite laufen lassen oder Nightly-Versionen bauen möchten, müssen für die aktuelle Version Python 2.7 oder höher installiert haben, da die Entwickler die Minimalanforderung mit dem Release angepasst haben. Bekannte Probleme mit der neuen Version sind in den Release Notes verzeichnet. Außerdem informieren die Entwickler hier auch darüber, dass mit der Veröffentlichung der aktuellen Version der Support für Subversion 1.7.x eingestellt wurde. Folglich nehmen sie keine Bug Reports mehr für diese Serie entgegen und stellen auch keine Fixes mehr zur Verfügung. (jul)