Verteiltes Storage-System: CoreOS stellt Torus-Projekt ein

Das CoreOS-Projekt räumt weiter auf und beendet seine Bemühungen rund um das im letzten Juni gestartete verteilte Storage-System Torus.

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Verteiltes Storage-System: CoreOS stellt Torus-Projekt ein

Der Hersteller hinter dem vor allem zur Container-Virtualisierung verwendeten Linux-Derivat CoreOS reduziert weiter die Zahl seiner Projekte. Nachdem vor knapp zwei Wochen das Ende der Cluster-Scheduling-Software fleet bekannt gegeben wurde, wird nun über die GitHub-Seite von CoreOS deutlich, dass sich das Unternehmen auch von Torus verabschiedet hat.

Torus ist ein im letzten Juni vorgestelltes verteiltes Storage-System, das Schwierigkeiten beim Einsatz herkömmlicher Speicherumgebungen in Kombination mit Containern angehen wollte. Ziel von Torus war es, besser mit großen Clustern vergleichsweise schwacher Systeme umgehen zu können. Das geschah vor dem Hintergrund, dass sich Container-Infrastrukturen ständig ändern und deswegen die Storage-Umgebung im gesamten Netzwerk verfügbar sein muss, um den Zugriff zu steuern und die Konsistenz der Daten sicherzustellen.

Unter der Haube ist das in Go geschriebene Torus eine Bibliothek mit einer Schnittstelle, die als einfache Datei erscheint und sich mit herkömmlichen Dateioperationen verwalten lässt. Darunter kommt etcd zum Einsatz, das die Konsensfindung übernimmt.

Als Gründe für den Entwicklungsstopp wird angegeben, dass man nicht die erhoffte Entwicklungsgeschwindigkeit über die acht Monate seit dem Start des Projekts und außerdem nicht die gewünschte Gegenliebe seitens der Community erreicht hätte. Daraus mag resultieren, ohne dass das explizit angegeben wurde, dass es für CoreOS nicht sinnvoll ist, weiter in das Projekt zu investieren. (ane)