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Visual Studio Code 1.10.x bringt Übersichtsansicht des Sourcecodes

Eine Minimap, die eine Vorschau der aktiven Datei zeigt, soll bei der schnellen Navigation helfen. Außerdem lassen sich Codepassagen nun mit Syntaxhervorhebung und Formatierung in andere Anwendungen kopieren.

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Kurz vor dem für den 7. März geplanten Release von Visual Studio 2017 bringt Microsoft eine neue Variante des Quelltexteditors Visual Studio Code. Trotz der Namensverwandtschaft handelt es sich dabei um ein separates, quelloffenes Werkzeug, das für Windows macOS und Linux verfügbar ist. Version 1.10 bringt unter anderem eine optionale Übersicht des Inhalts der aktiven Datei. So können Entwickler markante Stellen schnell entdecken und dorthin navigieren, sofern sie in der Konfiguration editor.minimap.enabled auf true setzen.

In der Minimap auf der rechten Seite ist der Code zwar nicht lesbar, aber markante Stellen lassen sich erkennen.

Außerdem hat das Team die Funktionen zum Kopieren beziehungsweise Verschieben von Quelltext erweitert. So lassen sich nun markierte Textstellen mit der Maus via Drag-and-Drop verschieben. Die Funktion hat wie die Minimap offiziell noch Preview-Status und erfordert eine Aktivierung durch Setzen der Variable editor.dragAndDrop auf true. Außerdem ist sie in der aktuellen Version auf das Verschieben innerhalb de Editors beschränkt: Das Ziehen in andere Programme wie separate Entwicklungsumgebungen funktioniert noch nicht.

Die Kopierfunktion mit Syntaxhervorhebung ist dagegen explizit zum Austausch mit anderen Anwendungen ausgelegt: Der Editor überträgt den markierten Text dafür nicht als reinen Text, sondern als HTML in die Zwischenablage, damit Formatierungen und Farbgebungen erhalten bleiben. Aus Performancegründen ist die neue Kopierfunktion auf 65.536 Zeichen, also 16 Bit, begrenzt.

JavaScript- und TypeScript-Entwickler erhalten neuerdings nach Eingabe des Kommentarzeichens /** eine Vorlage für die zur Funktion gehörigen JSDoc-Beschreibung. Außerdem unterstützt Visual Studio Code alle Sprach-Features von TypeScript 2.2, der Ende Februar erschienenen Version von Microsofts Programmiersprache.

Auf Debian-Systemen sind nun sowohl die stabilen als auch die Insider-Varianten von Visual Studio Code als signierte apt-Repositorys verfügbar, sodass Entwickler den automatisierten Update-Mechanismus des Betriebssystems nutzen können, um aktuelle Versionen zu installieren.

Weitere Informationen, unter anderem zu den erweiterten Debugging-Funktionen, finden sich im Blogbeitrag. Kurz nach dem Release von Version 1.10 hat das Team ein Update als Visual Studio Code 1.10.1 veröffentlicht, das Probleme mit einigen Erweiterungen behebt. Binaries für Windows, macOS, Debian beziehungsweise Ubuntu sowie Fedora und Cent OS sind auf der Download-Seite verfügbar. Der Quellcode liegt auf GitHub. (rme)