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Visual Studio Code 1.29 verbessert die Suchfunktion

Der Sourcecode-Editor ermöglicht nun unter anderem die mehrzeilige Suche über mehrere Dateien.

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Visual Studio Code 1.29 verbessert die Suchfunktion

Microsoft hat das monatliche Release von Visual Studio Code veröffentlicht. Version 1.29 des Quellcode-Editors bringt vor allem einige Neuerungen bei der Suche, mit der sich nun mehrzeilige Ergebnisse durch reguläre Ausdrücke finden lassen. Auch das Repertoire der Regular Expressions haben die Macher erweitert.

Die neue Multiline-Search-Funktion ermöglicht die dateiübergreifende mehrzeilige Suche nach regulären Ausdrücken, die die Escape-Sequenz \n für den Zeilenumbruch enthalten. Die Suchvorschau zeigt die Anzahl der zusätzlichen Zeilen an. Auch kann das Suchfenster nun die zu den Ergebnissen passenden Zeilennummer über die Konfiguration search.showLineNumbers anzeigen. Außerdem respektiert die Suche auf Wunsch die Angaben in einer globalen gitignore-Datei, um Dateien auszuschließen.

Die mehrzeilige Suche bietet eine Vorschau der zusätzlichen Zeilen.

(Bild: Microsoft)

Entwickler können neuerdings die PCRE2-Engine (Perl Compatible Regular Expressions) bei der Suche nach regulären Ausdrücken verwenden, indem sie in der Konfiguration "search.usePCRE2": true setzen. DIe PCRE-Suche ermöglicht derzeit Backreferences, also das Verwenden eines über einen regulären Ausdruck gefundenen Treffers, und Lookahead, also Elemente, nach denen ein bestimmter Text oder regulärer Ausdruck folgt – oder eben nicht folgt. Die zu Letzterem verwandte Lookbehind-Suche zum Koppeln mit Ausdrücken vor dem zu findenden Element funktioniert derzeit noch nicht. Sobald das Electron-Frameworks, auf das Visual Studio Code aufbaut, die Funktion bietet, wird der Editor sie ebenfalls bekommen.

Eine erweiterte Suche nach Referenzen ist derzeit noch als Preview gekennzeichnet, befindet sich also noch in Entwicklung: Der Befehl List All References öffnet nun eine Sidebar, in der alle Ergebnisse aufgeführt sind. Entwickler können die Ansicht offen lassen und einzelne Treffer aus der Liste entfernen, um sie als eine To-do-Liste zu verwenden. Die Navigation über die Ergebnisse ist auch ohne Maus alleine über die Tastatur möglich.

Referenzen lassen sich in einem separaten Fenster anzeigen.

(Bild: Microsoft)

Einige Neuerungen betreffen die macOS-Variante, die nun über einen Vollbildmodus verfügt, der nicht die native macOS-Umsetzung verwendet. Zum Steuern dient der neue Konfigurationsparameter window.nativeFullScreen. Außerdem hat Visual Studio Code nun eine bessere Anpassung für den Mojave Dark Mode.

Zu den weiteren nennenswerten Ergänzungen gehört die Möglichkeit, einzelne Stack-Frames im Debugger auszublenden sowie mehrere Debug-Konsolen bei parallelen Debug-Sessions.

Die vollständige Liste der Neuerungen lässt sich der Ankündigung von Visual Studio Code 1.29 entnehmen. Binaries für Windows, macOS, Debian beziehungsweise Ubuntu sowie Red Hat, Fedora und SUSE sind auf der Downloadseite verfügbar. Der Quellcode liegt auf GitHub. (rme)