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Visual Studio, die Übernächste

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Auf der Build -Konferenz im kalifornischen Anaheim hat Microsoft gerade erst eine Developer-Preview-Version des kommenden Visual Studio vorgestellt, da steht schon die übernächste Version vor der Tür: In seinem Vortrag hat C#-Erfinder Anders Hejlsberg einen Blick auf das "Roslyn Project" gewährt, an dem ein Teil seines Teams arbeitet. Die Kern-Idee hinter Roslyn besteht darin, die .NET-Compiler nicht mehr als monolithische Blöcke aufzufassen, sondern in einzelne Funktionsbereiche aufzuteilen und diese Entwicklern für ihre eigenen Anwendungen zur Verfügung zu stellen.

Als Zielpublikum für solche Funktionen kommen in erster Linie Hersteller von Entwickler-Tools in Frage, die Teile des Compilers beispielsweise für eine Quelltextanalyse oder zum automatischen Erzeugen von Programmcode verwenden können. Aber auch in anderen Anwendungen kann ihr Einsatz sinnvoll sein, etwa um Scripting in einer vollwertigen Programmiersprache anzubieten.

Auf der Bühne in Anaheim war unter anderem ein ins Visual Studio eingebautes Direktfenster zu sehen, das nicht nur wie gewohnt Variableninhalte anzeigen und ändern, sondern in dem man auch Funktionen ad hoc definieren kann. Als weiteres Schmankerl gab es einen Menübefehl zu sehen, der C#-Quelltext aus der Zwischenablage als Visual Basic einfügen kann und umgekehrt. Interessierte Entwickler sollen die Funktionen ab Oktober dieses Jahres selbst ausprobieren können: Dann soll eine "Viusal Studio Roslyn CTP" (Community Technology Preview) erscheinen. (hos)