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W3C: Stand der Dinge für Mobilentwickler

Alle vier Monate berichtet das W3C im Rahmen des HTML5Apps-Projekts über Fortschritte bei der Standardisierung von Funktionen, die für moderne Webanwendungen nötig sind.

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Das W3C hat einmal mehr einen Bericht über die derzeit laufenden Standardisierungsverfahren im Bereich "Web Applications on Mobile" veröffentlicht. In ihm listet das Gremium eine Reihe von Funktionen und Techniken, die Entwicklern mobiler Webanwendungen mehr Möglichkeiten einräumen sollen, und informiert über den Stand der zugehörigen Standardisierungsverfahren in den unterschiedlichen Arbeitsgruppen.

Erste öffentliche Entwürfe gibt es seit dem bislang letzten Report im Oktober 2014 für eine Methode zum Erstellen von Datenpaketen, die sich im Netz nutzen lassen sollen (Packaging on the Web), und eine API, die Entwickler mit framegenauen Performance-Daten versorgen soll (Frame Timing). Nachdem die Schnittstelle für Resource Timing einige Ergänzungen erhalten hat, liegt auch für sie wieder ein Working Draft vor. Den Status eines Empfehlungskandidaten haben derweil die Battery Status API, die ihrem Namen gemäß den Batteriestatus des Hostgeräts bestimmen und diese Information weitergeben kann, und die Web Cryptography API erhalten. Letztere ist die Spezifikation für eine JavaScript API, mit der sich einfache kryptographische Operationen wie das Ver- und Entschlüsseln, das Erstellen von Hashfunktionen oder das Generieren und Verifizieren von Signaturen umsetzen lassen sollen.

Als Vorschläge für Empfehlungen liegen derzeit Server-Sent Events, Pointer Events und die Vibration API vor, während das Standardisierungsdokument für die Indexed Database API wohl als W3C-Empfehlung veröffentlicht wurde. Die Web Applications und CSS Working Groups haben seit Oktober ihre Arbeiten an einer Fullscreen API eingestellt und sie an die Web Hypertext Application Techology Working Group weitergegeben.

Der vierteljährliche Bericht zum Stand der Dinge ist Teil des durch die Europäische Union geförderten HTML5Apps-Projekt. Sein Ziel ist es, die Lücke zwischen nativen und Webanwendungen durch die Standardisierung benötigter HTML5-Funktionen und -Techniken zu schließen und die europäischen Standardisierungsarbeiten in den Bereichen Softwareentwicklung, Dienste und Cloud Computing voranzutreiben. (jul)