W3C veröffentlicht Entwürfe für WebAssembly-Spezifikationen

Mit drei Entwürfen gibt das World Wide Web Consortium die Richtung für die Zukunft von WebAssembly vor. Gesetz sind die Spezifikationen allerdings noch nicht, da die Mitglieder die Entwürfe noch nicht akzeptiert haben.

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W3C veröffentlicht Entwürfe für WebAssembly

(Bild: WebAssembly)

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat drei Entwürfe für WebAssembly-Spezifikationen veröffentlicht. Bei den drei Entwürfen handelt es sich um Pläne für die WebAssembly-Kernspezifikation, das WebAssembly-JavaScript-Interface und die WebAssembly-Web-API. Damit möchte das W3C in der Zukunft eine globale Grundlage für die Arbeit mit WebAssembly schaffen. Es weist allerdings deutlich darauf hin, dass es sich nur um einen groben Entwurf handelt, der noch nicht von den W3C-Mitgliedern akzeptiert wurde. Er ist also noch in der Entstehungsphase.

Im Entwurf zur WebAssembly-Kernspezifikation legt die W3C die Designziele von WebAssembly (kurz: Wasm) fest. Diese lassen sich in zwei Hauptpunkten zusammenfassen: eine schnelle, sichere und portable Semantik sowie eine effiziente und portable Darstellung. Es soll sich bei WebAssembly also um ein sicheres und portables Codeformat ohne Abstraktionen handeln.

Ziel von Wasm sind hochperformante Webapplikationen. Allerdings verzichtet WebAssembly auf webspezifische Bestandteile, sodass es theoretisch auch in anderen Bereichen Einsatz findet. Entwickelt wird WebAssembly von der W3C selbst, zusammen mit Mozilla, Microsoft, Google und Apple.

Außerdem soll WebAssembly-Code einfach zu debuggen sein, vor allem in Webbrowsern. Das W3C stellt allerdings klar, dass solche Features über den Fokus der Spezifikationen hinausgehen. Wer sich näher mit der Entwicklung von WebAssembly beschäftigen will, findet das Projekt auf Github. (bbo)