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WebGL für den Internet Explorer: 3D-Grafik durch die Hintertür

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Mit einem neuen Plug-in soll der Internet Explorer den offenen WebGL-Standard für 3D-Grafik beigebracht bekommen. Anders als Google Chrome Frame setzt das jetzt vorgestellte IEWebGL-Plug-in dabei jedoch auf eine zumindest für Webentwickler kostenpflichtige Lösung.

Nun unterstützt Microsoft mit seinem Internet Explorer 9 bereits hardwarebeschleunigte 3D-Grafik im Browser – als plattformübergreifenden Standard hat sich die Technik jedoch noch nicht durchsetzen können, hier geben Apple, Google, Mozilla und Opera mit ihrer Implementierung des WebGL-Standards die Richtung vor. Und da sich Microsoft beim Thema WebGL zudem mit Sicherheitsbedenken herumschlägt, ist mit einer baldigen Implementierung wohl nicht zu rechnen. Wer die freie 3D-Beschleunigung dennoch in die Microsoft-Welt bringen wollte, musste auf Google Chrome Frame ausweichen, mit dem die Layout- und JavaScript Engine aus Google Chrome im Internet Explorer eingebunden werden.

Eine weitere Variante steht jetzt über das IEWebGL-Plug-in zur Verfügung. Ebenso wie Chrome Frame ergänzt das Plug-in die IE-Versionen 6 bis 9, sowie die IE 10 Platform Preview, um WebGL-Funktionen – hier soll die aktuelle WebGL-Spezifikation Version 1 voll unterstützt werden, ab Internet Explorer 9 auch hardwarebeschleunigt. Die Unterschiede zwischen dem Plug-in im Vergleich zu nativem WebGL-Support will IEWebGL dabei mit einer eigenen JavaScript-Bibliothek kaschieren.

IEWebGL soll für den Endanwender kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, für Webentwickler soll es ein kostenpflichtiges Angebot geben, sofern diese einen Hinweis auf eine unregistrierte Version des Plug-ins unterbinden wollen. Konkrete Angaben dazu machen die Anbieter jedoch noch nicht, stellen aber eine erste Betaversion zum Ausprobieren bereit. (rl)