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WebGLStudio.js hilft, 3D-Szenen im Browser zu entwickeln

Das nun veröffentlichte quelloffene Projekt bietet unter anderem die Möglichkeit, im Browser 3D-Szenen zu editieren, Objektverhalten zu programmieren und Shader sowie Effekte zu entwickeln.

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WebGLStudio.js hilft, 3D-Szenen im Browser zu entwickeln

Der in Barcelona ansässige Enwickler Javi Agenjo hat gemeinsam mit der GTI Graphics Group der University Pompeu Fabra das Projekt WebGLStudio.js ins Leben gerufen und die Quellen nach etwa drei Jahren Arbeit unter der MIT-Lizenz auf GitHub veröffentlicht. Es handelt sich bei dem Projekt um einen grafischen 3D-Editor, der im Browser läuft und verschiedene Werkzeuge zum Erstellen dreidimensionaler Grafiken anbietet.

Wie der Name WebGLStudio.js, der zunächst als Platzhalter dienen soll, bis ein besserer gefunden ist, andeutet, kommen für die Umsetzung Webtechniken wie WebGL und JavaScript zum Einsatz. Eine Demo, mit der sich die Funktionen des Tools austesten lassen, ist neben einigen Videos auf der zugehörigen Webseite zu finden.

Eigenschaften von 3D-Objekte lassen sich in WebGLStudio beispielsweise durch den eingebauten Editor direkt im Code manipulieren.

Das Projekt umfasst unter anderem mit LiteScene.js eine Engine für 3D-Grafik, die das Setzen mehrerer Lichtquellen und den Einsatz von Shadowmaps, Echtzeitreflektionen, Animationen sowie eigenen Materialien und Effekten ermöglichen soll. Ein Graph-Editor soll darüber hinaus Optionen zum Erstellen von Postproduktionseffekten und ähnlichem bieten. Das virtuelle Dateisystem LiteFileServer.js dient dazu, die benötigten Ressourcen im Web zu speichern, die sich wiederum per Drag-and-drop dort platzieren lassen.

Um den Einstieg zu erleichtern, verfügt WebGLStudio.js über einen WYSIWYG-Editor, der alle nötigen Funktionen versammelt. Anwender sollen mit dem Projekt Szenen und Materialien erstellen, Eigenschaften und Verhaltensweisen von Objekten und ähnlichem programmieren sowie Effekte und Shader entwerfen können, die sich dann ohne größeren Aufwand mit anderen teilen lassen. Außerdem ist das Werkzeug modular aufgebaut, sodass sich Änderungen vergleichsweise einfach implementieren oder Plug-ins ergänzen lassen, wenn etwa eine Anpassung der Rendering Pipeline gewünscht ist.

Der Grapheneditor soll unter anderem mehr Freiheiten beim Erstellen von Effekten und interessanten Verhaltensweisen geben.

(jul)