WebSphere Liberty ist nun für Java EE 8 zertifiziert

Neben der Zertifizierung des Anwendungsservers ist die Unterstützung für Spring Boot 2.0 ein großes Thema im neuen WebSphere Liberty 18.0.0.2.

 –  0 Kommentare
WebSphere Liberty ist nun für Java EE 8 zertifiziert

Die neue Version 18.0.0.2 von IBMs Java-Anwendungsserver WebSphere Liberty ist das erste Release eines kommerziellen Anbieters, dessen Laufzeitumgebung die offizielle Zertifizierung erhalten hat, mit Version 8 der Java Enterprise Edition (Java EE) kompatibel zu sein. Laut Big Blue vereint Version 18.0.0.2 die neuesten Java-EE- und MicroProfile-Techniken mit dem Ziel, das Erstellen Cloud-nativer Java-Anwendungen und von Microservices zu vereinfachen.

Java EE 8 war im September 2017 erschienen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Java Servlet 4.0 API und eine dedizierte Security-API. JSON-B (JSON Binding) bekam eine eigene API, und die Java API for JSON-P wurde in Version 1.1 zum Bestandteil der Plattform. Zahlreiche weitere Schnittstellen hatten zum Teil wichtige Ergänzungen erhalten, darunter Contexts and Dependency Injection (CDI). Weitere aktualisierte Pakete sind die JavaServer Faces (JSF) 2.3, Bean Validation 2.0, Java API for RESTful Web Services (JAX-RS) 2.1, Java Persistence 2.2, Java API for WebSocket 1.1 und JavaMail 1.6.

Neben der Kompatibilitätszertifizierung des Anwendungsservers ist die Unterstützung für Spring Boot 2.0 ein großes Thema. Bislang berücksichtigte man die frühere Version 1.5 von Spring Boot. So mussten Entwickler in der Vergangenheit ihre Spring-Anwendungen als WAR-Dateien neu verpacken, um sie auf Liberty laufen zu lassen. Nun unterstützt IBM das Bereitstellen von Spring-Boot-Anwendungen als JARs direkt in Liberty. Das Release behebt wohl außerdem einige Probleme beim Ausführen einer Spring-Boot-Anwendung in einem Docker-Container.

WebSphere Liberty ist die kommerzielle Variante des Open Liberty Project, der Open-Source-Implementierung von Eclipse MicroProfile und Java EE. Das Projekt entstand vor rund fünf Jahren, als IBM seine Entwicklungsressourcen rund um das frühere Liberty-Projekt als Open Source unter der Eclipse-Lizenz veröffentlichte. Das Unternehmen hat den Code, der WebSphere Liberty zugrunde liegt, letztes Jahr für GitHub freigegeben, wo er unter derselben Eclipse-Lizenz steht. Open Liberty ist anscheinend der bisher größte Open-Source-Beitrag von IBM. Sowohl WebSphere Liberty als auch Open Liberty sind in IBM Cloud Private, der Container-basierten Kubernetes-Anwendungsplattform des Unternehmens, enthalten. (ane)