Webentwicklung: Das Swift-Framework Vapor wurde komplett überarbeitet

Das Framework Vapor, das zur serverseitigen Verwendung von Swift dient, bringt in einer komplett überarbeiteten dritten Hauptversion drei große neue Features mit: Async, das Dependency-Injection-Framework Services sowie die Integration des Typs Codable.

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Webentwicklung: Das Swift-Framework Vapor ist komplett überarbeitet

(Bild: Pixabay, maxknoxvill)

Die dritte Hauptversion von Vapor, einem Web-Framework für die Programmiersprache Swift, ist erschienen. Die Entwickler haben das Framework und seine Pakete dafür komplett neu geschrieben. Da Vapor und die Verwendung von Swift auf Serverseite laut den Entwicklern in den letzten zwei Jahren stark gewachsen ist, wollten sie mit der Überarbeitung ein stabiles Fundament für die Zukunft liefern. Im Vergleich zu den Vorgängerversionen bietet Vapor drei neue Features: Async, Services und eine Codable-Integration.

In der neuen Version läuft Vapor auf Apples SwiftNIO. NIO steht dabei für "non-blocking I/O". Das bedeutet, dass das Framework jetzt nicht mehr darauf wartet, dass eine Applikation Daten an das Netzwerk sendet oder von ihm erhält. Stattdessen soll der Kernel das Framework informieren, wenn I/O-Operationen ohne Wartezeit durchführbar sind. Dadurch soll Vapor 3 ein hohes Maß an Nebenläufigkeit verarbeiten können, wenn es eine Applikation erfordert.

Außerdem führt Vapor in der neuen Version ein Framework für Dependency Injection namens Services ein. Damit können Entwickler alle Dependencies einer Applikation, registrieren, konfigurieren und initialisieren. Durch die Verwendung von Services können die Macher ebenfalls komplett auf JSON-Konfigurationsdateien verzichten. Das Framework liegt nun also komplett in der Programmiersprache Swift vor.

Die letzte große Neuerung ist die Integration des Typs Codable in das Framework. Mit ihm können die Nutzer nun typsicher Datenbankmodelle erstellen, Views rendern oder den Inhalt von HTTP-Nachrichten parsen oder serialisieren.

Das Framework Vapor funktioniert auf den Betriebssystemen macOS und Ubuntu. Laut den Machern ist es das am häufigsten verwendete Web-Framework für Swift. Weitere Informationen finden sich in der Ankündigung zu Version 3.0 sowie in der offiziellen Dokumentation, die im Rahmen des Updates ebenfalls überarbeitet wurde. (bbo)