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Webentwicklung: Microsofts Blazor 0.5 kann jetzt serverseitig eingesetzt werden

Microsoft hat Version 0.5 von Blazor veröffentlicht und ebnet damit den Weg für den serverseitigen Einsatz des Frameworks.

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Webentwicklung: Microsofts Blazor 0.5 funktioniert jetzt serverseitig

Die noch als experimentell gekennzeichnete Version 0.5 des von Microsoft entwickelten Frameworks Blazor ist erschienen. Die spannendste Neuerung dürfte dabei die Möglichkeit des Einsatzes von Blazor auf Serverseite sein. Eigentlich ist das Projekt zum Einsatz auf Clientseite im Browser konzipiert, sodass Logik und DOM-Interaktionen im selben Prozess ausgeführt werden können. Laut Microsoft sei Blazor allerdings flexibel genug, um auch andere Szenarien handhaben zu können.

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Was ist Blazor?

Das Anfang des Jahres erschienene Projekt Blazor ist ein experimentelles .NET-Web-Framework, das C#, Razor und HTML nutzt und im Browser via dem WebAssembly-Standard (WASM) ausgeführt wird. Es läuft im Browser auf der .NET-Laufzeit Mono. Das gesamte Projekt inklusive detaillierter Informationen findet sich auf GitHub.

Blazor 0.5 nimmt daher das Out-of-Process-Modell und streckt es über eine Netzwerkverbindung, sodass Blazor-Komponten serverseitig auf .NET Core laufen können. UI-Updates, Event Handling und JavaScript-Interop-Aufrufe handhabt eine SignalR-Verbindung. Laut Microsoft hat ein solcher Aufbau eine Reihe von Vorteilen. Apps können komplett mit .NET und C# mit dem Komponentenmodell von Blazor geschrieben werden und vermeiden unnötiges Neuladen von Seiten. Außerdem soll sich dadurch die Downloadgröße der App verringern und dementsprechend die Ladezeiten verkürzen. Zusätzlich dazu können Entwickler die serverseitigen Vorteile von .NET Core wie APIs, Tooling, und Debugging nutzen.

Als Nachteile listet Microsoft drei Punkte: Latenz, Skalierbarkeit und Offline-Unterstützung. Jede User-Interaktion erfordert in diesem Aufbau einen Netzwerkwechsel. Wenn die Verbindung des Clients fehlschlägt, funktioniert darüber hinaus die App nicht mehr. Außerdem muss der Server mehrere Clientverbindungen aufrecht erhalten und den Client-State verarbeiten, was die Skalierbarkeit entsprechend einschränkt.

Die offizielle Ankündigung von Microsoft zur neuen Version liefert weitere Informationen. Das gesamte Projekt befindet sich immer noch in einem experimentellen Alphastatus und sollte nicht in der Produktion eingesetzt werden.

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(bbo)