Webentwicklung: Speedometer 2.0 misst die Reaktionszeiten von Webapplikationen

Das Werkzeug zum Testen der Reaktionszeiten von Webapplikationen ist jetzt für Frameworks wie Vue.js einsatzbereit. Ebenfalls möglich ist die Verwendung von TypeScript und ECMAScript 2016.

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Speedometer testet Web Responsiveness

(Bild: PublicDomainPictures, Pixabay)

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Das Team von Apple WebKit hat in Zusammenarbeit mit Entwicklern von Chromium die zweite Hauptversion des Werkzeugs Speedometer veröffentlicht. Mit Speedometer können Webentwickler die Reaktionszeiten ihrer Webapplikationen messen – der Sprung auf Version 2.0 ist vor allem vielen neuen Webframeworks und Biblbiotheken geschuldet, die Speedometer ab sofort unterstützt.

Während Speedometer 1.0 neben Standard-JavaScript die Frameworks und Bibliotheken Ember, Backbone, AngularJS, jQuery, Flight und eine frühe Version von React unterstützte, hat sich die Liste der Frameworks in Version 2.0 noch einmal deutlich erweitert. Speedometer 2.0 kann jetzt mit aktuellen React-Applikationen umgehen und bietet sogar Tests für die React-Abspaltungen Preact und Inferno. Außerdem hält das immer populärere Vue.js Einzug in Speedometer und die JavaScript-Module Webpack und Rollup können ebenfalls mit dem Werkzeug verwendet werden.

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Für Entwickler, die ihre Webapplikationen mit reinem JavaScript entwickeln, hat Speedometer die Testmöglichkeiten für ECMAScript 2015 ausgebaut. Auch eine Verwendung von Transpilern wie Babel ist jetzt möglich, ebenso wie das JavaScript-Superset TypeScript.

Um die Reaktionszeiten zu testen, simuliert Speedometer Benutzerinteraktionen mit den Applikationen. Dazu verwendet Speedometer TodoMVC, ein Tool zum Generieren von Aktionen, die in einer To-Do-Liste angeordnet sind und automatisiert durchgeführt werden. Speedometer wiederholt diese Aktionen auf Basis von DOM APIs (Document Object Model), die Webpakete mit der verwendeten Sprache verbinden. Laut den Entwicklern verwendet Speedometer DOM APIs die häufig in Webapplikationen zum Einsatz kommen.

Die Entwickler versprechen jedoch nicht, den Kampf um das beste JavaScript-Framework zu beenden. Ein Hinweis im Werkzeug warnt davor, Speedometer zum Vergleich verschiedener Frameworks einzusetzen – dazu sei der Work Load einfach zu unterschiedlich. (bbo)

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