Webframework GWT 2.8 mit finaler Java-8-Unterstützung und besserer JavaScript-Integration

Die Arbeiten beim sich an Java-Entwickler richtenden Webframework konzentrierten sich vorrangig auf die Unterstützung von Java 8 und die Integration von JSInterop.

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GWT 2.8 mit finaler Java-8-Unterstützung und besserer JavaScript-Integration

Fast zwei Jahre nach dem Erscheinen des letzten größeren Releases ist nun die Version 2.8 von GWT (Google Web Toolkit) herausgekommen. Noch ist das neue Release des Webframeworks, das unter anderem einen Java-zu-JavaScript-Compiler umfasst, nicht auf der Website des Projekts verankert, auch fehlen letzte Informationen zum finalen Release, doch sind seit dem letzten Release Candidate im August keine großen Änderungen mehr hinzugekommen.

Die wichtigste Neuerung ist die nun vollständige Unterstützung von Java 8, wodurch sich sämtliche mit dieser aktuellen Sprachversion eingeführten Features (insbesondere Lambda-Funktionen) nutzen lassen. Allerdings sind die statischen und die Standardmethoden in den Java-8-Interfaces für Generatoren nicht sichtbar, aber Entwickler können hierfür einen Annotation-Prozessor verwenden.

Ebenfalls wichtig ist die Einbindung der JSInterop-Spezifikation, durch die sich GWT besser mit JavaScript-Techniken und -Bibliotheken integrieren lassen soll. Auch können Entwickler dadurch mit Web Components arbeiten, wodurch sich komplexere JavaScript-Integrationsszenarien bauen lassen. Zusätzlich kann man mit Annotationen wie @JsProperty oder @JSType JavaScript-Bibliotheken direkt aus dem GWT-Code ansprechen.

Eine weitere größere Änderung ist, dass GSS nun den experimentellen Status hinter sich gelassen hat. Folglich wurde die CssResource-Syntax als "veraltet" (deprecated") markiert. Deswegen wird angeraten, künftig auf GSS zu setzen oder Anwendungen dahingehend zu modernisieren. Einige andere Features wie der alte "(Non-Super-) Dev Mode" und die Unterstützung für Bean Validation (JSR 303) sind nun ebenfalls "deprecated" Features.

Um einen Überblick darüber zu bekommen, was sich noch alles getan hat, verfolgt man am besten die Release Notes der Beta-Versionen und Release Candidates. (ane)