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Xamarin veröffentlicht eigene Variante von Cocos2D-XNA

In Zukunft will das Unternehmen seine Bemühungen um den Fortschritt der Spieleentwicklungsbibliothek für C#-Programmierer auf den eigenen Fork CocosSharp konzentrieren. Unter anderem soll er um Überbleibsel aus anderen Ports bereinigt sein.

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Xamarin hat mit CocosSharp einen eigenen Fork des zur Spielentwicklung gedachten Frameworks Cocos2D-XNA vorgestellt. Es soll sich dabei um eine idiomatische Version von Cocos2D für die .NET-Umgebung handeln. Im Gegensatz zur Vorlage soll der Code deutlich aufgeräumter sein – nicht zuletzt durch das Entfernen von Fragmenten und Herangehensweisen, die aus Varianten für andere Sprachen übrig geblieben, aber für C# unüblich sind. Für eine klarere Struktur haben die Entwickler zudem Funktionen, die nicht dringend im Kern des Frameworks vorliegen müssen, in eigene Module ausgelagert.

Darüber hinaus brachen sie die Architektur etwas auf, damit sich mit dem Projekt in Zukunft Anwendungen erstellen lassen, die CocosSharp-Inhalte in unterschiedlichen Fenstern oder verschiedenartige Inhalte auf mehreren UIScreens anzeigen können. Weitere Änderungen umfassen etwa die Reduktion der API, die sich jetzt auch von PCL-Projekten nutzen lässt und die Überarbeitung dahingehend, dass das Design nicht länger von einem als Singleton aufgestellten Director-Objekts abhängt, sondern Nutzer so viele Directors erstellen können, wie die Anwendung benötigt.

Vor der Bekanntmachung hatte Xamarin schon kontinuierlich an Cocos2D-XNA mitgearbeitet. Laut Forum sei man allerdings an einem Punkt angekommen, an dem man nicht mehr mit dem alten Team kollaborieren könne. Deswegen habe man sich dafür entschieden, mit dem Fork eine eigene Richtung einzuschlagen und sich so von dem Zwang zur Rückwärtskompatibiltät zu befreien. Die Stimmen aus der Cocos2D-Community waren bisher gemischt – während es einige als Ausnutzen der Arbeiten der Gemeinschaft oder gar Diebstahl ansehen, freuen sich andere über den klareren Aufbau und das weitere Engagement im neuen Rahmen. CocosSharp steht wie die Vorlage unter der MIT-Lizenz auf GitHub bereit. (jul)