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Xtext 2.20 stellt die Weichen für die Zukunft des Java-Dialekts Xtend

Große Neuerungen bietet Xtext 2.20 zwar nicht, allerdings nehmen die Entwickler das Release zum Anlass, um über die Zukunft von Xtend zu sprechen.

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Das Open-Source-Framework Xtext ist in Version 2.20 erschienen. Neue Features standen beim Release nicht im Fokus, stattdessen haben sich die Entwickler hauptsächlich um die Wartung bestehender Funktionen gekümmert. Allerdings nimmt das Xtext-Team das Release zum Anlass, um über die Zukunft des Java-Dialekts Xtend zu sprechen: Demnach sollen Nutzer Xtend zukünftig für Template Expressions und Unit Tests einsetzen, nicht mehr aber als General Purpose Language.

Laut den Entwicklern hatte Xtend seinen Höhepunkt im Jahr 2013 erreicht, da der Dialekt zu dieser Zeit über Funktionen wie Lambda-Ausdrücke und Template-Support verfügte, die Java noch nicht im Angebot hatte. Das hat sich seitdem geändert und das Xtend-Team gesteht sich ein, dass Xtend nicht mehr das "Java der Zukunft" sein kann. Es sei aber immer noch ein guter Dialekt für einige Nischenfälle, auf die sich das Team von nun an konzentrieren möchte.

Das hat zur Folge, dass Xtext künftig bei neuen Projekten Java als Standardsprache festlegt. Für Codegeneratoren und Unit-Tests setzt das Framework aber nach wie vor auf Xtend. Wer hingegen Xtend entgegen der Empfehlung weiter als Standard verwenden möchte, kann die Workflow-Datei entsprechend anpassen.

Darüber hinaus verfügt Xtend über ein neues Refactoring-Feature. Damit können Anwender eine statische Methode entweder als statischen Import oder als statische Erweiterung refaktorisieren. Dadurch soll der Code deutlich lesbarer werden. Außerdem haben die Entwickler den Testing-Suppot für Xtend ausgeweitet.

Bereits 2015 hat sich Xtext von dem auf Xpand basierenden Sprachgenerator als Standard verabschiedet. Wer jedoch immer noch auf den alten Workflow setzt, sollte jetzt endgültig handeln: Der alte Generator fällt in naher Zukunft vollständig weg. Damit löst sich das Projekt ebenfalls von Xpand, da es künftig auf keine Xpand-Abhängigkeiten mehr setzen wird.

Einen vollständigen Überblick über die Neuerungen bei Xtext bietet der Blogbeitrag zum Release. (bbo)