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Yahoos Traffic Server wird Open Source

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Yahoo hat eine Open-Source-Version seiner Traffic-Server-Software als Projekt in die Apache Software Foundation eingebracht. Der hochperformante Server für Cloud-Computing-Services findet sich fürs Erste im Apache Incubator, einer "Brutstätte" für Projekte, die die Open-Source-Initiative vor der Aufnahme als Apache-Projekt prüft.

Das Produkt ist ein HTTP/1.1-konformer Caching-Proxy-Server, der ein Framework mit geringer Latenzzeit enthält und Cloud-Computing-Services wie Session- und Konfigurationsmanagement, Lastverteilung, Authentifizierung und Routing unterstützt. Seine Architektur ist modular aufgesetzt, wodurch er sich leicht erweitern lassen soll. Er ist seit acht Jahren bei Yahoo im Einsatz und bedient gegenwärtig 30 Milliarden Webobjekte wie Dateien, Artikel oder Bilder und mehr als 400 Terabyte an Daten pro Tag beziehungsweise soll über 35.000 Aufrufe pro Sekunde bewältigen können, wird Shelton Shugar, Senior Vice President Cloud Computing bei Yahoo, zitiert.

Im Juni hatte Yahoo als ersten Schritt der Öffnung von Lösungen für den Cloud-Computing-Bereich seine auf dem Java-Framework Apache Hadoop aufsetzende Distribution ebenfalls als Open Source zur Verfügung gestellt, die bislang bei Yahoo nur intern zum Einsatz kam. Hadoop, das maßgeblich von Yahoo-Ingenieuren entwickelt wird, ist ein Framework zum Erstellen verteilt arbeitender Anwendungen, die umfangreiche Berechnungen auf großen Datenmengen in Clustern durchführen, und zugleich Yahoos quelloffene Implementierung von Googles MapReduce API.

Für die Distribution hat Yahoo außerdem eine neue Version mit neuen Funktionen und Bugfixes angekündigt, die für mehr Sicherheit, Durchsatz und Leistung bei Hadoop-Deployments sorgen sollen. (ane)