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Yelp stellt eigenes Android-Framework Bento als Open Source zur Verfügung

Das von Yelp entwickelte Framework soll Benutzern helfen, komplexe User Interfaces in leichter zu handhabende Komponenten aufzuspalten.

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(Bild: dpa, Justin Lane/EPA/Archiv)

Das Empfehlungsportal Yelp hat sein Android-Framework Bento quelloffen zur Verfügung gestellt, mit sich modulare Nutzeroberflächen für Android erstellen lassen. Yelp setzt das Framework seit einem Jahr ein und habe damit wohl große Verbesserungen in der Entwicklerproduktivität und der Flexibilität im Produktdesign erzielt, heißt es in einer Mitteilung. Bento soll vor allem Probleme beheben, die durch die Komplexität unterschiedlicher Ansichtstypen in einer Mobile-App entstehen. Es soll außerdem modular, wiederverwendbar, skalierbar und einfach zu testen sein.

Das Framework gruppiert unterschiedliche View-Types und die Logik hinter deren Anzeige und Interaktion in sogenannten Components. Eine Component könne dabei sowohl eine einfache Textansicht als auch ein horizontales Karussell aus mehreren anderen Komponenten sein. Im Kern ist eine Komponente ein in sich geschlossenes Element, das ein Data Item bereitstellt. Eine zugehörige ComponentViewHolder-Klasse bindet das Data Item an eine Inflated-View. Der ViewHolder bindet typischerweise die Komponente an den View um Nutzerinteraktionen zu handhaben.

Demnach soll Bento es für Entwickler einfach machen, komplexe Interfaces in kleinere Sets leicht zu verstehender, modularer Komponenten umzuwandeln. Die Komponente soll dabei als zusammenhängendes Ganzes existieren, ohne Abhängigkeiten von der Umgebung, in die sie eingefügt wird.

Beim Namen des Frameworks hat sich Yelp an den sogenannten Bento-Boxen inspirieren lassen, ein in Japan häufig zu findender Essenscontainer, der in mehrere einzelne Teile aufgeteilt ist. Laut Yelp erinnere das Design – mit etwas Fantasie – an die Art und Weise wie zeitgemäße Apps häufig aufgebaut sind, mit einer Liste an bunten Komponenten, die in einer Art Raster angeordnet sind.

Das Bento-Logo

(Bild: Yelp)

Aussehen und Namensgeber hin oder her, das Unternehmen möchte das Framework zusammen mit der Community weiterentwickeln. Ein Hauptaugenmerk in künftigen Releases soll auf einer besseren Performance liegen. Außerdem ist die zugrundeliegende Programmiersprache noch nicht vereinheitlicht: Teile von Bento sind in Java, andere in dem gerade in der Android-Entwicklung immer beliebter werdenden Kotlin geschrieben. Ein wenig von allem also – genau wie bei den japanischen Essensboxen.

Eine detaillierte Übersicht zu Bento bietet ein Beitrag im Yelp-Entwicklerblog. Das gesamte Projekt befindet sich auf GitHub. (bbo)