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Zahlreiche Neuerungen bei JavaScript-Bibliothek qooxdoo 3.0

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Die maßgeblich von 1&1-Entwicklern betriebene quelloffene JavaScript-Bibliothek qooxdoo (gesprochen "kuckst du") liegt nun in Version 3.0 vor. Die zentralen, vor einem Jahr mit qooxdoo 2.0 gebündelten Komponenten qx.Website, qx.Mobile und qx.Desktop wurden allesamt überarbeitet, die meisten finden sich wohl bei qx.Desktop, was sich jetzt deutlich "leichtgewichtiger" verhalten soll.

Obgleich man die meisten Features von qx.Desktop beibehalten hat, besteht jedes Desktop-Widget jetzt nur noch aus einem DOM-Element (früher waren es zwei bis fünf) samt damit korrespondierender JavaScript-Objekt-Repräsentation. Eine typische Desktop-Anwendung soll dadurch um die Hälfte weniger Elemente als bisher umfassen, was zu einem deutlich besseren Verhalten der Oberfläche auf allen getesteten Geräten geführt habe, so in der Ankündigung. Um dahin zu kommen, wurde unter anderem die Unterstützung für ältere Browser wie Internet Explorer 6 und 7 sowie die für IE 8 heruntergefahren, dafür wird bereits die Preview von IE 11 unterstützt.

Gute Erfahrungen macht man wohl mit qx.Desktop bei der Entwicklung für Touch-gestützte Geräte. Das betrifft offenbar Hybrid-Plattformen wie Windows 8, aber auch Tablet-Geräte wie das iPad.

Die qx-Mobile-Komponente unterstützt nun auch BlackBerry 10, das dieses Jahr eingeführte neue Betriebssystem des früheren Smartphone-Innovators. Das Scrollen auf iOS-Geräten Scrollen erfolgt nun unter systemeigenen Funktionen, ohne dass man dabei direkt von iScroll abhängig sein soll. Außerdem sollen sich hochauflösende Bilder für Retina-Displays nutzen lassen. Überarbeitet wurde darüber hinaus das Standard-Theme "indigo", wodurch es einfacher sein soll, eigene Themes zu verwenden. Außerdem wird auf technischer Seite nun SCSS (Syntactically Awesome Stylesheets) statt des vorigen auf der CSS-Erweiterung LESS basierenden Ansatzes verwendet.

qx.Website wurde um neue Beispiele mit HTML-, CSS- und JavaScript-Code erweitert, die im sogenannten API Viewer von qx.Website zu finden sind. Über den Webeditor jsFiddle lassen sich die meisten einfach bearbeiten oder ausführen. Des Weiteren haben die Entwickler die Kommunikation via REST in die Bibliothek eingebunden. Zudem gibt es nun für Testzwecke einen sogenannten Fake Server.

qooxdoo steht unter einer dualen Lizenz, zur Auswahl stehen die LGPL (Lesser General Public License) und die EPL (Eclipse Public License), für die man sich je nach Projektanforderung frei entscheiden darf. Entwickler können unter anderem auch über GitHub auf das Projekt zugreifen.

Siehe dazu auch:

  • qooxdoo im heise Software-Verzeichnis

(ane)