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Zahreiche Neuerungen in Mono 2.11

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Ungewöhnlich lange hat es gedauert, bis die Mono-Entwickler eine neue Version ihrer Linux-Implementierung von Microsofts .NET-Plattform veröffentlicht haben. Nachdem der direkte Vorläufer im Februar 2011 erschienen war, wird Mono 2.11 als Auftakt für mehrere Beta-Releases bezeichnet, die in einem stabilen Mono 2.12 kulminieren sollen. Von einer letztes Jahr genannten Version 3.0 mit Long Term Support (LTS) ist nun nicht mehr die Rede.

Für die lange Entwicklungszeit gibt es einerseits organisatorische Gründe, wurden doch die bei Novell sitzenden Kernentwickler im Mai des letzten Jahres entlassen. Das hatte zur Folge, dass Mono-Begründer Miguel de Icaza und Kollegen eine eigene Firma namens Xamarin gründeten, in deren Fokus vor allem die mobile Entwicklung mit Mono-Techniken für iOS und Android steht.

Andererseits finden sich auch zahlreiche Neuerungen im neuen Release, die die lange Zeit der Entwicklung gleichfalls rechtfertigen. Zu nennen wären der Garbage Collector SGen, der nun wohl Produktionsreife hat, die vollständige Unterstützung von Unicode-Surrogaten in der Mono-Laufzeitumgebung und Support für die asynchrone Programmierung mit C# 5.0. Außerdem wurde das C#-Compiler-Backend neu geschrieben, sodass die alten (mcs, gmcs, dmcs und smcs) nun in einem einzigen Compiler (mcs) vereint wurden. Weitere Punkte, die de Icaza in seiner Ankündigung nennt, sind unter anderem Überarbeitungen bei Monos Compiler as a Service, eine verbesserte C#-Shell und Kompatibilität mit der .NET 4.5 Profile API.

Zusätzlich wird noch mal darauf hingewiesen, dass Mono mittlerweile auf MIPS-Prozessorarchitekturen portiert wurde, eine Neuerung, die zum Mobile World Congress bekannt gegeben worden war. Auch ist anscheinend die Unterstützung für Mac-OS-Geräte deutlich erweitert worden. (ane)