c't <webdev>: Keine Veränderungen ohne Basics

Die technischen Zutaten ändern sich bei der Frontend-Entwicklung besonders schnell. Gut, dass es steinalte Grundlagen gibt, die auch heute noch gelten.

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Veränderung, Change, war ein vorherrschendes Thema auf der Entwicklerkonferenz c't <webdev>, die vergangene Woche in Köln stattfand. Das liegt auch in der Natur der Sache: Insbesondere im schnelllebigen Geschäft der Frontend-Programmierung ist heute schnell veraltet, was gestern noch en vogue war – das JavaScript-Framework zum Beispiel.

Wer erwägt, dieses Fundament seiner Website zu wechseln, steht nicht selten vor einer großen Herausforderung, etwa beim Wechsel "Von Angular.js zu Vue". Marten Schälicke präsentierte dafür in seinem Vortrag einen eher ungewöhnlichen Weg.

c't <webdev> 2020 (7 Bilder)

Volles Haus bei Rachel Andrews Keynote.

Gleich mehrere Referenten berichteten über große Relaunch-Projekte. Tobias Block und Christian Schäfer etwa zeigten, wie sie eine moderne Architektur für die Website von RP Online und deren Schwestersites umgesetzt haben.

Isabela Moreira hat das Thema Veränderung in ihrer Keynote "The way we think about change" anhand ihrer eigenen Vita – zum Beispiel als Programmiererin des Browsers Edge – allgemeiner beleuchtet: Wann lohnt es sich, Veränderungen voranzutreiben und wann nicht? Was bedeutet das im Einzelnen?

Bei so vielen Veränderungen ist es wichtig, dass es Basics gibt, an denen sich Entwickler festhalten können – auch wenn diese nicht immer sonderlich beliebt sind, wie Rachel Andrew, Chefredakteurin des Smashing Magazine und Mitglied der CSS Working Group, in ihrer Keynote Learning to love CSS festhielt: CSS gilt demnach bei vielen Entwicklern als irgendwie fragil und macht manchmal andere Dinge, als Entwickler erwarten.

Andrew hat in ihrem Vortrag mit vielen dieser Vorurteile aufgeräumt und etlichen Entwicklern hoffentlich die Liebe zu CSS wiedergegeben.

Dass es oft bereits genügt, altbewährten Coding-Prinzipien zu genügen, um behindertenfreundliche Webseiten zu bauen: Darauf verwies Isabela Moreira in ihrem zweiten Vortrag "Building empathy & accessible apps". Für viele andere Aufgaben gibt es massenweise Tools. Daneben gab es auch zahlreiche tiefer ins Detail gehende Vorträge, etwa zu TypeScript, Security oder Chatbots.

Ein Teil der Talks wurde aufgezeichnet und wird in den nächsten Wochen online zur Verfügung gestellt. Der Termin für die c't <webdev> 2021 steht bereits fest: Im kommenden Jahr findet die Konferenz vom 8. bis zum 10. Februar statt. (jo)