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connect();: Visual Studio Code wird Open Source

Microsoft hat nun auch seinen Editor Visual Studio Code in den Open-Source-Status erhoben. Auf dem Technical Summit in Darmstadt wurde das Tool als europäische Erfolgsstory präsentiert.

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Taschenmesser

Microsoft hat nun auf der Konferenz connect(); in New York auch seinen Editor Visual Studio Code als Open-Source-Software freigegeben. Visual Studio Code ist ein für Windows, OS X und Linux verfügbarer Editor mit IntelliSense-Eingabeunterstützung, Debugger und Git-Integration. Das kostenfreie Produkt wurde von Microsoft erstmals Ende April 2015 auf der BUILD-2015-Konferenz vorgestellt. Zugleich hat das Werkzeug die Preview-Phase verlassen und darf sich nun Beta-Version nennen.

Microsoft kündigte auf der Konferenz auch funktionale Neuerungen für Visual Studio Code an. Debugging ist nun nicht nur für JavaScript und TypeScript, sondern auch für C#-Code in .NET Core 5 und ASP.NET 5 auf allen unterstützten Betriebssystemen möglich. Das Werkzeug kann nun von Entwicklern mit Add-ins erweitert werden; dazu bietet Microsoft ein Extension SDK an. In Zusammenarbeit mit Google wird Code auch die Programmiersprache Go unterstützen. Als weitere unterstützte Sprache ist auch von Object Pascal die Rede – Rust wird schon länger bedient.

Es handelt sich bei "Code" nicht um eine plattformneutrale Variante von Microsofts Entwicklungsumgebung Visual Studio, sondern um ein ganz neues Produkt, dessen Oberfläche eine im Web-Browser Chromium (eine Variante von Chrome) gehostete Webanwendung ist. Entwickelt wurde Visual Studio Code von einem Schweizer Entwicklungsteam, das von Gang-of-Four-Mitglied Erich Gamma geführt wird. Die Ursprünge von Visual Studio Code liegen in den Internet Explorer Developer Tools (F12 Tools) und im Online-Editor Monaco in Visual Studio Online.

Tim Park ist nicht der erste Microsoft-Angestellte, der mit einem Mac-Rechner zu tun hat.

Tim Park, Direktor im Technical Evangelism Design Team bei Microsoft hebt im Gespräch am Rande des Microsoft Technical Summit in Darmstadt hervor, dass Visual Studio Code sehr erfolgreich außerhalb der Windows-Welt sei: "Rund 50 Prozent der Downloads der Preview-Versionen von Visual Studio Code kamen von Linux- und Mac OS-Systemen."

Die Open-Source-Lizenz betrifft nicht die Windows-spezifische Entwicklungsumgebung Visual Studio. Den dazu gehörenden Quellcode hält Microsoft weiterhin unter Verschluss.

Siehe dazu auf heise Developer: