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e(fx)clipse 1.0: Eclipse für JavaFX-Entwicklung fit gemacht

e(fx)clise ist seit 2011 in der Entwicklung, um JavaFX-Programmierern alle Annehmlichkeiten in Eclipse zu bieten, die auch etwa die Java-Nutzer genießen. Nun feiern seine Macher das erste Major Release.

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e(fx)clipse, das Projekt, dass die Entwicklungsumgebung Eclipse und das Modulsystem OSGi mit Werkzeugen und einer Laufzeitumgebung für JavaFX, das Framework zum Programmieren grafischer Benutzeroberflächen, ausstatten soll, steht nun in Version 1.0 zur Verfügung. Laut Projektleiter Tom Schindl hat das Team seit der Veröffentlichung von e(fx)clipe 0.9 im Februar dieses Jahres etwa 100 Bug- und Feature-Tickets abgearbeitet, die Entwicklern von JavaFX-Anwendungen den Umgang mit der IDE und ihre Arbeit erleichtern sollen.

Ein Feature, dass zum Erreichen dieses Ziels beiträgt, ist ein Wizard zum Erstellen von get- und set-Methoden für JavaFX Beans. Außerdem ist es nun möglich, auf der e4 JavaFX Runtime Platform Drag & Drop zum Neuordnen, Umgruppieren und Aufsplitten von PartStacks zu nutzen und das Feedback des Vorgangs mit Farben oder Ähnlichem zu individualisieren. Diese Funktion soll demnächst auch in der freien JavaFX-Implementierung OpenJFX ein Zuhause finden. Aus OpenJFX 8 übernahm das Projekt für das 1.0-Release etwa die Text-API, die sich nun in Form des StyledText-Kontrollelements zum Aufbau eines Code-Editors nutzen lassen soll.

Um besonders ansprechende Applikationen zu gestalten, steht nun unter anderem ein CSS Gradient Editor zur Verfügung, mit dem sich Farbgradienten für CSS-Stylesheets in einer Art WYSIWYG-Editor erstellen lassen. In Sachen CSS nahmen sich die Entwickler zudem dem CSS-Editor an, der nun den Klassensuchpfad eines Projekts untersucht und, sollte es dort etwa in einer Bibliothek eine .cssext-Datei finden, diese mit einbezieht. In den kommenden Monaten wolle man wohl mit den Entwicklern verschiedener JavaFX-Bibliotheken ins Gespräch kommen und sie davon überzeugen, ihre Projekte mit derartigen Dateien auszurüsten.

Das e(fx)clipse-Team veröffentlicht regulär alle Artefakte der Laufzeitumgebung als OSGi-Bundles in einem p2-Repository. Ab dem aktuellen Release geben sie darüber hinaus die Artefakte, die kein OSGi benötigen, in einem Nexus-Repository frei, sodass sie sich in reinen JavaFX-Anwendungen einsetzen lassen. Die Liste der so verfügbaren Komponenten umfasst beispielsweise org.eclipse.fx.core.databinding, eine Integrationsschicht zwischen Eclipse Databinding und JavaFX-Properties, und org.eclipse.fx.ui.animation, das einige Animationen für die Benutzeroberfläche bietet.

Weitere Informationen zum ersten Major Release von e(fx)clipse finden sich in einem Blogeintrag zur Veröffentlichung. Dort sind auch Links zu genaueren Erklärungen der Neuerungen gesammelt. JavaFX ist ein Framework, dass vor allem für die Entwicklung von plattformunabhängigen Rich Internet Applications gedacht ist. (jul)