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Software aus Deutschland: Heinlein Support GmbH / mailbox.org

Sichere Dienste aus der deutschen Hauptstadt

Wie schaffte es der Jungunternehmer Peer Heinlein, aus einem Kommunikationsdienst für Schüler einen deutschlandweit genutzten, sicheren E-Mail-Dienst zu etablieren und sich nebenbei zu einem renommierten Mailserver- und Linux-Spezialisten zu entwickeln? Wir blicken auf eine Geschichte, die vom steten Streben nach mehr Sicherheit in der Kommunikation geprägt ist.

Bild: Der Firmengründer Peer Heinlein

Berlin zählt zu den wichtigsten Start-up-Standort Europas. Dabei waren und sind vor allem die gute Infrastruktur, das hohe Potenzial an Fachkräften und die zahlreichen renommierten Hochschulen und Forschungseinrichtungen entscheidende Faktoren.

Ein Berliner Gründer der ersten Stunde ist Peer Heinlein, der bereits in den 1990ern als Administrator zum Mailprovider „Mailbox JPBerlin“ stieß und diesen von da an kontinuierlich weiterentwickelte. Noch heute besteht der Internet-& E-Mail-Provider „JPBerlin“ als Marke der Heinlein Support GmbH fort, die mittlerweile mehr als 35 Mitarbeiter im Kult-Stadtteil Prenzlauer Berg beschäftigt. Wir schauen uns die Geschichte ein wenig näher an und stellen das Top-Produkt des Unternehmens vor: mailbox.org, ein E-Mail-Dienst mit vielen Zusatzfeatures.

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Vom reinen Nachrichtenübermittler zum komplexen E-Mail-Provider

Die Geschichte der Heinlein Support GmbH reicht bis in die frühen Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück, auch wenn das Unternehmen selbst erst im Jahre 2004 gegründet worden ist - damals noch unter dem Namen „Heinlein Professional Linux Support GmbH“.

Peer Heinlein, ein waschechter Berliner, übernahm bereits als Jugendlicher im Jahre 1992 die von der „Jungen Presse Berlin e.V.“ an den Start gebrachte „Mailbox JPBerlin“, mit der sich die Mitglieder des Vereins gegenseitig Nachrichten zuschickten. Der Service lief zunächst auf einem 386er-Rechner mit 512 KByte RAM und einer 20 Mbyte großen Festplatte. Den Zugang ins weltweite Netz stellte ein mit 19.200 baud damals enorm schnelles Modem her. Doch mit der voranschreitenden Entwicklung des Internets boten sich auch JPBerlin neue Möglichkeiten. So wurde man zu einem der ersten Anbieter von Internet-Einwahlzugängen für Privatnutzer, konnte zudem früher als die Konkurrenz Nachrichten in Echtzeit über das Internet versenden und empfangen. Durch die gute Infrastruktur und Größe etablierte man sich als ein zentraler Verteilerknoten für viele andere Mailboxen in Berlin – mittendrin Peer Heinlein, der das Projekt als Administrator verantwortete. 1998 war JPBerlin einer der ersten Provider, der E-Mails nach Spam und später auch nach Viren durchsuchte, was in der damaligen Zeit nahezu ein Alleinstellungsmerkmal war.

Vier Jahre später veröffentlichte Peer Heinlein sein erstes Mailserver-Fachbuch mit dem Titel „Das Postfix-Buch“, welches sich später zum Standardwerk für Postmaster entwickeln sollte. Wiederum zwei Jahre später, im Jahr 2004, entschied sich das Team, die Rechtsform umzuwandeln und die „Heinlein Professional Linux Support GmbH“ zu gründen. Acht Jahre später, 2012 sollte dann der Namenswechsel zur „Heinlein Support GmbH“ erfolgen. Der Grundstein, die JPBerlin, existiert als ein gesonderter Geschäftsbereich der GmbH bis heute weiter. Nach und nach machte sich das Unternehmen mit seinem umfassenden Linux- und Mailserverwissen in der Branche einen Namen als Berater und Schulungsanbieter, was auch an den mehr als 4.500 langjährigen Kunden in diesem Bereich ablesbar ist.

Video: Das vollständig verschlüsselte E-Mail-Postfach von mailbox.org.

Von Edward Snowden zu mailbox.org

Doch wo in dieser Geschichte steckt nun der E-Mail-Anbieter mailbox.org? Anfang der 2010er Jahre war von diesem noch gar keine Rede. Ausschlaggebend für die Entwicklung eines sicheren Providers waren die Enthüllungen von Edward Snowden um die tiefgehende NSA-Spionage. Das zu diesem Zeitpunkt auf 20 Mitarbeiter angewachsene Team sah sich im Jahr 2013 gewappnet und war bis in die Fingerspitzen motiviert, einen wirklich sicheren E-Mail-Dienst mit Verschlüsselung auf den Markt zu bringen. „Ich habe in den 90er Jahren als Journalist gearbeitet, und war mir immer der Bedrohungen und der Überwachung durch Regierungen auf der ganzen Welt bewusst“, so Heinlein. Die notwendige Technik war in den eigenen Rechenzentren vorhanden und so war die Heinlein Support GmbH tatsächlich innerhalb von nur drei Monaten startklar. Am 20. Februar 2014 erblickte mailbox.org als „werbefreier, sicherer, datenschützender E-Mail-Anbieter“ das Licht der Welt. Das „Verschlüsselte Postfach“ war damals eine echte Innovation am Markt, da sie die Verschlüsselung endlich für jedermann einfach nutzbar machte. Zunächst nur für Privatkunden erhältlich, wurde dem Team schnell klar, dass es auch im geschäftlichen Bereich sensible Daten zu schützen gilt. Daher öffnete die Firma ihren Service Ende desselben Jahres auch für Geschäftskunden, angereichert um entsprechende Funktionen. Bis heute wird mailbox.org stetig weiterentwickelt und mit neuen Features und Verbesserungen versehen. Zuletzt unter anderem mit der Möglichkeit, One-Time-Passwörter zu verwenden oder den mailbox.org Guard für vollwertige PGP-Verschlüsselung im Webbrowser zu nutzen– die erste ihrer Art in einer deutschen Software.

Relaunch im Jahr 2018

2018 war die Zeit dann reif für ein moderneres und ansprechenderes Design inklusive neuem Logo und komplettem Relaunch der eigenen Website, um mailbox.org für eine größere Zielgruppe im Privat- und Geschäftskundenbereich zu öffnen. Eines darf mit Fug und Recht behauptet werden – das Berliner Unternehmen sieht sich noch lange nicht am Ziel und möchte auch weiterhin stetig wachsen, um noch mehr Kunden eine sichere Kommunikation zu ermöglichen.

Der E-Mail-Dienst mailbox.org – das Flagschiff des Hauses

Erst gute fünf Jahre auf dem Markt, hat sich der Maildienst mailbox.org zu einer festen Größe am Standort Deutschland etabliert. Neben sicherem E-Mail-Verkehr sind noch zahlreiche weitere Funktionen im Paket: Nutzer können sowohl im Browser als auch über Desktop-Anwendungen, Smartphone oder Tablet auf ihr Postfach zugreifen. Die Berliner Crew setzt dabei vor allem auf Einfachheit ohne Einbußen bei der Sicherheit und Verschlüsselung. Dank des Webmailers ist das Versenden und Empfangen verschlüsselter E-Mails auch ohne Installation eigener Software möglich – ob zuhause, im Büro oder während des Urlaubs in öffentlichen Netzwerken. Für diese besonders hohe Sicherheit auf Grundlage deutscher und europäischer Standards im Datenschutz wurde mailbox.org bereits zweimal zum Testsieger der Stiftung Warentest im Bereich E-Mail-Dienste gekürt. In der Kategorie „Schutz und Privatsphäre der Nutzer“ vergab die anerkannte Testzeitschrift 2016 gar die bestmögliche Note 1,0. Eine eigene E-Mail-Adresse unter der international verständlichen Domain name@mailbox.org ist ab einem Euro im Monat erhältlich.

Der E-Mail-Dienst in Bildern (12 Bilder)

Webmail

Der Dreh- und Angelpunkt von mailbox.org ist der komfortable Webmailer, der z.B. E-Mail-Entwürfe zwischenspeichert und so sichert, sollte kurz die Internetverbindung unterbrochen werden. Der integrierte TLS/DANE-Checker zeigt zudem transparent an, ob die empfangende E-Mail-Adresse den Versandweg verschlüsselt. Wer lieber auf dem eigenen Desktop arbeitet, kann mailbox.org auch mit einem lokalen Mail-Client nutzen. Unterwegs lassen sich E-Mails per entsprechender App auch auf dem Mobilgerät abrufen.

Individuelle Pakete nach dem Prepaid-Prinzip für Privatkunden

Eine Besonderheit stellt das Preismodell von mailbox.org dar. Einsteiger und Privatleute starten am besten mit dem 30-tägigen Testaccount, der völlig kostenfrei ist und ohne Risiko genutzt werden kann. Er endet automatisch, wenn kein Guthaben eingezahlt wird. Kunden entscheiden dann selbst, wieviele Ressourcen sie benötigen und können mit „Secure Mail“ ab bereits einem Euro pro Monat alle wichtigen Funktionen des Services nutzen, inklusive 2 GByte Speicherplatz für Mails und 100 Mbyte Speicherplatz für Office und die Cloud. Wer mehr Mail- und/oder Cloudspeicher benötigt, kann die Speichergrößen flexibel anpassen. Nutzer laden demnach den Betrag auf, den sie für ihre Anforderungen benötigen. Dadurch bleiben die mailbox.org-Pakete flexibel und sind jederzeit änderbar. Werden in einem Monat beispielsweise einmalig 25 GByte Mail- und 25 GByte Cloudspeicher benötigt, bezahlen Nutzer in diesem Monat 4,50 Euro und können die Speichergrößen im nächsten Monat wieder heruntersetzen, um dann wieder den Minimalbetrag von einem Euro monatlich zu zahlen.

Für Teams und Familien bieten die Berliner das Paket „Team Mail“ an, welches zusätzlich zu den Funktionen aus Secure Mail 5 GByte Mail-Speicher, 25 E-Mail-Aliasse und besondere Team- und Groupware-Funktionen mitbringt. Das Paket ist für bis zu 10 Mitglieder nutzbar, wobei pro Nutzer 2,50 Euro im Monat fällig werden.

Mail- und Kommunikationslösung inklusive Groupware für Unternehmen und Reseller

Für Unternehmen gibt es zudem mit mailbox.org Business eine optimierte E-Mail- und Kommunikationsplattform, unter anderem mit zentraler Account-Verwaltung, API-Integration, AV-Verträge nach DSGVO und Umzugsservice. Die Preise hierfür variieren je nach Größe des Service-Pakets sowie der Anzahl und Größe der gewünschten E-Mail-Postfächer. Das Service-Paket „Silber“ für bis zu 50 Accounts, mit 25 Aliassen, Groupware-Funktion und einem 9/5-Support per E-Mail-Ticket gibt es beispielsweise ab 25 Euro netto im Monat. mailbox.org Business ist zudem eine optimale Plattform für zahlreiche Reseller.

Weitere Features von mailbox.org (9 Bilder)

Office: Webportal

In allen Paketen von mailbox.org ist stets auch ein webbasiertes Office mit allen bekannten Funktionen mit an Bord. Somit haben Nutzer ihren virtuellen Schreibtisch mit allen Dokumenten, Kalenderterminen, Aufgaben und Adressbuch immer griffbereit. Zudem lässt sich auch der eigene Twitter-Account verknüpfen, sodass alle Tweets direkt im Webportal angezeigt werden.

"Datenschutz und Sicherheit sehe ich als Teil meines Lebenswerks"

Bereits in den 90er Jahren hat Peer Heinlein eines der ersten E-Mail-Systeme in Deutschland entwickelt. Mittlerweile arbeiten er und sein Team daran, „die Kommunikation für Informanten und NGOs zu schützen“, denn die Heinlein Support GmbH ist laut seiner Aussage vor allem auf Nichtregierungsorganisationen und Journalisten auf der ganzen Welt spezialisiert. „Wir wehren uns gegen Bedrohungen und Angriffe von Regierungsorganisationen und auch Konzernen auf unsere Privatsphäre. Datenschutz und Sicherheit sehe ich als Teil meines Lebenswerks“, so Heinlein. Er ist davon überzeugt, „dass eine sichere Kommunikation und die Geheimhaltung dessen, was die Menschen denken, die Grundlage für die Demokratie auf der ganzen Welt ist“. Dieser Umstand trieb ihn ein Leben lang an und mündete letztlich in der Geburtsstunde des Maildienstes mailbox.org, bei dem auch in Zukunft der Fokus stets auf die möglichst sichere und verschlüsselte Kommunikation liegen wird. Zudem ist die Heinlein Support GmbH seit langen Jahren ein etabliertes Linux-Beratungsunternehmen, das sich auf E-Mail- und Rechenzentrumssysteme spezialisiert hat. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und ISPs im Bereich der Optimierung der Systemadministration zu unterstützen.“ Laut Heinlein besteht die Hauptaufgabe darin, Systemadministratoren zu helfen, besser zu arbeiten, ein besseres Bewusstsein und mehr Zeit zu haben, es richtig zu machen. „Wir erhöhen die Sicherheit, indem wir unter anderem Linux-Systemadministratoren in unserer Heinlein-Akademie qualifizieren."

Video: Im Stiftfilm erklärt: Wie funktioniert E-Mail-Verschlüsselung mit PGP?

Wo geht die Reise hin?

Vieles hat das Unternehmen aus Berlin in der Vergangenheit ganz offensichtlich richtig gemacht. Das zeigt vor allem die inzwischen beachtliche Anzahl an Kunden aus dem deutschsprachigen und verstärkt auch internationalen Raum. Ans Ausruhen denken die Open-Source- und Linux Spezialisten trotzdem noch lange nicht. Datenschutz, Privacy und sichere Kommunikation sind heute aktueller denn je, was die hohen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich mehr als deutlich machen. Privatkunden, Unternehmen, aber auch Bereiche der öffentlichen Hand werden zunehmend mit Sicherheitsproblemen konfrontiert und beschäftigen sich daher gezielt mit alternativen Angeboten, die insbesondere in Sachen Datenschutz über die reine technische Verfügbarkeit hinaus gehen. Zum Beispiel sind dies gerade auch für Lehrer und Schulen über ihre entsprechenden Ministerien wesentliche Aspekte.

Aktion für heise-Nutzer

Wer mailbox.org zunächst auf Herz und Nieren testen möchte, kann dies mit dem kostenlosen 30-Tage-Testaccount tun. Dieser ist zunächst bei den Ressourcen aus Sicherheitsgründen eingeschränkt, lässt aber alle Funktionen testen. Sollte Sie das Angebot überzeugen, können Sie danach in einen der kostenpflichtigen Tarife wechseln. Alle Ordner und Einstellungen bleiben dabei selbstverständlich erhalten, sodass Sie nahtlos weiterarbeiten können.

Für heise-Kunden hält mailbox.org ein besonderes Aktionsangebot bereit. Mit Eingabe des Gutscheincodes „heise2019“ erhalten heise-Kunden bei der Registrierung bei mailbox.org eine Gutschrift von 6 Euro. mailbox.org Secure Mail nutzen Sie damit ganze 6 Monate lang kostenlos und ohne Einschränkungen. Der Account endet automatisch – Sie entscheiden selbst, ob Sie Ihr mailbox.org Postfach danach weiter nutzen möchten oder nicht.

Schnell sein lohnt sich hier allerdings, denn der Gutscheincode „heise2019“ ist nur bis zum 15.11.2019 gültig.

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