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144 Beiträge seit 04.01.2001

Kein Marktsegment für den i3

Für mich ist der Tenor des Artikels völlig unverständlich. In der Fachpresse wurde der i3 stets als Anachronismus beschrieben, eine Projektstudie, die es auf wundersame Weise in die Produktion geschafft hat. Alles halbherzig, unzusammenhängend, widersprüchlich.

Für konsequenten Leichtbau sind 1,3 Tonnen doch etwas viel, insbesondere bei der kleinen Batterie. Dabei zwingt BMW mit CCS einen nur in Deutschland üblichen Lade-Standard auf. Die Karbon-Karosserie treibt die Kosten hoch und schreckt Käufer ab (lässt sich ein Kratzer reparieren?).

Für sportlich orientierte Fahrer sind die Fahrwerte durchgehend zu schwach (absichtlich niedrig gesetzt), für umwelt-orientierte Familien ist die experimentelle Karosserie ungeeignet, das Gepäckteil zu klein.

Eine weitere Beleidigung war der sogenannte Range-Extender. Wer braucht den? Klar, derjenige der Langstrecke möchte. Doch mit einer Art Reservetank von 9 Litern kann niemand etwas anfangen.

Ich habe mir auch BMW-Vertretungen angesehen. Die Abwesenheit von Vorführwagen beweist, dieses Auto sollte nie verkauft werden. Es war von Anfang an als Feigenblatt gedacht. Ein Experiment an dem Enthusiasten teilnehmen durften. Ähnlich verhält sich jetzt Mercedes, das nach amerikanischen Vorbild seine Brennstoffzellenfahrzeuge nur vermietet und nur an einen eingeschränkten Kundenkreis. Es bleibt bei der Verhinderungsstrategie.

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