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  • citatsa

3 Beiträge seit 04.04.2019

Wie praxistauglich ist ein E-Auto für einen selbst...

das muss man sich doch auch mal fragen.
Für mich käme ein E-Fahrzeug in nächster zeit nicht in Frage.
Ich wohne im kleinen Ort auf dem Land.
Ich brauche zur Arbeit zwar nur eine kurze Strecke, bin aber des öfteren auf längeren
Autobahn Strecken unterwegs. Gut, mit den längeren Ladezeiten und mehreren Ladepausen könnte man sich sicher einigen.

Für mich gibt es aber bei einem E-Fahrzeug ein ganz anderes Problem.
Wir haben einen eigenen Anhänger, der für den Transport von Gartenabfällen, größere Maschienen etc. genutzt wird. Man möge mir mal ein bezahlbares E-Fahrzeug mit Anhängerkupplung zeigen!

Wo geht der Stromverbrauch hin, wenn dort ein 900 Kilo+ Anhänger mit Ladung am Fahrzeug hängt. Wie sieht es für die ganzen Camper aus, wenn an einem E-Fahrzeug ein Wohnwagen hängt?

Es wird bei allen ach so schönen E-Fahrzeug Test immer nur eine optimale Umgebung angenommen. Ich habe noch keinen Test bei einem E-fahrzeug gesehen, die mit Anhänger oder Wohnwagen gefahren sind!

Es wird immer Norwegen als das Beispiel für E-Mobilität angegeben. über 50 % der Neuzulassungen seien ja schon E-Fahrzeuge..Nun, da muss man sich aber auch mal die Vorraussetzungen dort anschauen: 95 % Strom aus Wasserkraft, einen Strompreis im einstelligen Cent Bereich, vielerorts kostenfreies Laden, Sehr günstige E-Fahrzeuge usw. usw.

Wenn hier in Deutschland also auch E-Fahrzeuge in diesen Massen verkauft werden sollen, dann erwarte ich auch diese Vorraussetzungen. Was bringt mir ein E-Fahrzeug, wenn hier noch über 60 % Strom aus Kohle und Gas erzeugt wird? Somit hat mein Fahrzeug zwar direkt kein Schadstoff Ausstoß mehr, dafür aber das Kraftwerk. Der Strompeis ist hier jetzt schon mit fast 30 Cent der teuerste in ganz Europa.
An einigen Ladesäulen wurden z.T. schon über 50 Cent verlangt. So wird das nichts.
Von den total überteuerten Preisen der E-Fahrzeuge rede ich mal garnicht!

Ich halte den E-Fahrzeug Weg für falsch. Er wird uns Strompreise bringen, da träumen wir jetzt noch von!. Ich halte es wie die Japaner und denke, die Wasserstoff Technik wird sich durchsetzen. Angefangen bei LKW und Schiffe und später auf normale KFZ.

Es bringt nichts der Bevölkerung das E-Fahrzeug aufzudrängen. Das muss aus Überzeugung von der Bevölkerung selber kommen. Es wird hier ja auch immer das Smartphone und die digitale Kamera als Beispiel dafür genommen, das einige den Anschluss verpasst hätten. Hier war aber in beiden Fällen der große Vorteil der Technik der Kaufanreiz. Dort brauchte man keine Verbote von normalen Handys oder Verbote auf analoge Kameras. Es brauchte auch keine Strafsteuer auf Handys und alten Kameras.
Digital Kamera und Smartphone haben sich so durchgesetzt. Bei einem E-Fahrzeug sehe ich aber noch keinen Vorteil gebenüber Verbrenner.

Sollte es in 10 Jahren soweit sein, dass wir zu fast 100% erneuerbare Energie haben, ein gut ausgebautes Ladenetz, einen günstigen Strompreis,Reichweiten von ca. 700-1000 Km und Ladezeiten von 10-15min, dann werde ich mir sicher auch ein E-Fahrzeug kaufen. In 10 Jahren werden aber viele merken, das die Akkutechnik ein Irrweg war und außerhalb Europas schon längst mit Wasserstoff und E-Fuels gefahren wird.

Das Posting wurde vom Benutzer editiert (10.04.2019 13:11).

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