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  • nazgul99

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V2G (Vehicle to Grid) fehlt

Ich sehe auf Bild 4 nötige Investitionen für 61 GWh Speicherkapazität.

Wenn wir (über) 40 Millionen BE-Fahrzeuge an den heimischen Dosen hängen hätten (die Grafik weist nötige Investitionen für 26 Millionen low Power Charging Points, an denen quasi permanent PKW hängen könnten, aus) und diese Dosen samt BEV V2G-fähig wären, sowie jedes Fahrzeug nur 40 kWh Speicherkapazität, wären das 1600 GwH Speicherkapazität. Wären 20 Mio Steckdosen belegt, 8%. Sofern ich mich verrechnet hab, bitte korrigieren :-) Die V2G-Fahrzeugeigentümer sollten natürlich mit dem Puffern Geld verdienen, um potenziellen Akku-Verschleiß ausgleichen zu können. Wer dies befürchtet: Dieser ist geringer, als viele denken. Quelen bitte selbst suchen.

Von den (dann) bestehenden Kapazitäten allein in den herumstehenden Fahrzeugen würden also für 61 GWh nur 4% der in den Fahrzeugen installierten Kapazität benötigt.

Zu den Diskussionspunkten:

Um einen CO2-freien Autoverkehr zu erreichen, sollte keine bestimmte Technologie vorgeschrieben werden. Stattdessen muss ein Ziel wie zum Beispiel Emissionsfreiheit formuliert werden.

Ähm, Nein. Natürlich kann H2-Gewinnung an schwankenden Produktionsstandorten, besonders an Windenergieparks (und auch lokal zentriert für Solaranlagen) für Pufferung sorgen, was den Neutzen der Zwischenschaltung von H2 erhöht. Mit V2G würde das allerdings vollkommen überflüssig.

Der Staat sollte für alle Antriebskonzepte gleiche Rahmenbedingungen bei Steuern und Abgaben schaffen. Überkommene Subventionen wie die auf Dieselkraftstoff werden planungssicher und mittelfristig abgebaut.

Ja.

z.B. Grenzwert für Lokalen NOx-Emission auf Null senken.
Grenzwert für Lärm-Emisson, Auch bei Vollast(!), auf einen effektiv wirklich störungsfreien Wert senken. Vollast oder wirklich hohe Teillast unter sehr variablen Bedinungen und Abschaffung der Sonderregelungen für "Sport"wagen hätten ohnehin längst Standard sein müssen. Der serienmäßig "kaputte" Auspuff gehört dank Ausbleiben dieser Regelungen heute abscheulicher Weise in vielen Ausstattungslisten zum guten Ton ;-(

Die Infrastruktur für eine neuartige Antriebstechnik kann zu Beginn mit Steuergeld unterstützt werden. Angesichts des hohen Energiesteueraufkommens auf Dieselkraftstoff und Benzin sind die relativ geringen Fördersummen vernachlässigbar.

Der Infrastrkturaufwand sollte zu 100% durch Energiesteuer auf fossile Kraftstoffe gedeckt werden. Ich würde das als Noch-Fossil-Fahrer gerne unterstützen. Menschen ohne Auto sollten dafür auf keinen Fall mit zahlen müssen.

Neben dem Energieverbrauch müssen Materialbedarf und Ressourcenherkunft etwa für den Batteriebau untersucht und bewertet werden. Die Abhängigkeit von Rohölimporten sollte nicht durch den Hunger auf andere Rohstoffe ersetzt werden.

Natürlich sollte eine vollständige Rechnung aufgemacht werden. Aber bitte inklusive aller Umwelt- (Teersand, Transportschäden inkl. Schiffshavarien und Pipeline-Brüche, auch Vereuchung an den "klassischen" Ölquellen), Fracking, und politischen (Abhängigkeit von politischen Islamisten, den wahabitischen Saudis und auch den Qataris, um nur 2 Beispiele zu nennen) Schäden.

Der Bestand ist geschützt. Ordnungspolitische Eingriffe erfolgen am Neuwagenmarkt. Wenn jährlich drei Millionen Autos ersetzt werden, dauert es rund 15 Jahre bis zum Umbau des deutschen Pkw-Fuhrparks.

Wo Grenzwerte zu hoch sind, sollten zumindest Ortsfremde auch ausgesperrt werden dürfen. Das sage ich als Vom-Land-in-die-Innenstadt-Pendler, so würde ich dann auch endlich ein richtig gutes Klapprad in den Kofferaum packen und vom Stadtrand aus Fahrrad-pendeln. ÖPNV geht bei meiner Route nicht. Zum Glück ;-) Oh doch, 1/3 PKW, 1/3 Fahrrad, 1/3 ÖPNV wäre möglich.

Nutzfahrzeuge und Fernverkehr müssen von Beginn an in die Entwicklung einbezogen werden. Die Chance in diesem Bereich liegt in der Planbarkeit des Einsatzes sowie dem schnellen Austausch des Fuhrparks.

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