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Re: Bitte das Drehmomentgefasel überdenken

Der Ausserirdische schrieb am 22.05.2019 12:48:

Dann messen wir einfach bei einem konventionellen Motorrad das Drehmoment am Hinterrad - und zwar im 1 Gang, und schwupps kommen Werte von 1000, 2000 oder viel mehr heraus, upps ..

Darüberhinaus stehen Drehmomentwerte und Beschleunigung nicht unmittelbar im Zusammenhang wenn man nicht das Trägheitsmoment des Antriebsstrangs mitberücksichtigt. Nicht umsonst werden bei Rennmotoren die Schwungmassen reduziert.
Und .. wenn das Drehmoment so viel aussagt, dann müßte zumindest auf den ersten Metern jeder Traktor einen Formel 1 Wagen stehen lassen. Die haben nämlich astronomische Drehmomentwerte. Aus zuvor genanntem Grund funktioniert dieses nicht, weil nämlich schon der Motor im Leerlauf durch sein eigenes Trägheitsmoment nicht schnell genug hochdreht - selbst wenn das Fahrzeug nur 10kg wiegen würde.

Fazit: Drehmomentangaben für sich allein sind reines Marketinggefasel.

Ähm, es ging mir darum, dass die alleinige Angabe des Drehmoments überhaupt nichts bringt, sondern wenigstens die Übersetzung dazu angegeben werden sollte um wenigstens ganz grob so etwas wie Vergleichbarkeit zu haben.
Ein Drehmoment-Drehzahlkennfeld und die Angabe der Fahrwiderstände wäre natürlich noch interessanter, aber vermutlich dann doch etwas viel.
Mir geht es darum, dass bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen die Angabe von Leistung und Drehmoment halbwegs hilfreich ist, da das Getriebe typischerweise recht ähnlich übersetzt ist, solange man grundsätzlich ähnliche Fahrzeuge vergleicht.
Bei E-Fahrzeugen hilft das gar nichts, wenn eines 100 Nm hat, aber 1 zu 10 und ein anderes 250 Nm hat, aber nur 1 zu 3 untersetzt ist.
Insofern scheint da jemand meinen Post nicht verstanden zu haben.

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