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  • klds

8 Beiträge seit 28.04.2009

Auftraggeber der Studie?

Zum Inhalt der Studie ist hier schon ziemlich viel geschrieben worden, darum halte ich mich diesbezüglich zurück. Nur so viel: Wer einen Mercedes 220d mit 117 g CO2-Emission entsprechend 4,5 l NEFZ-Verbrauch als Vergleichsgröße wählt, hat an einer realistischen Datengrundlage seiner Studie offenbar kein besonderes Interesse.

Deshalb würde mich interessieren, wer eigentlich hinter der Studie steht und wessen Interessen hier eigentlich konkret bedient werden sollen. Herausgeber ist wohl die CESifo GmbH in München, also eine Firma, die laut Homepage 1999 von der LMU München und dem ifo-Institut e. V. gegründet wurde. Über die Finanzierung verrät die Homepage, so weit ich gesehen habe, nichts. Über das ifo-Institut e. V. heißt es bei Wikipedia, dass etwa zwei Drittel der Finanzmittel öffentliche Gelder sind und zu etwa einem Drittel Erlöse für Drittmittelprojekte, die in der Regel ebenfalls von öffentlichen Auftraggebern stammen („wissenschaftliche Politikberatung“). Darüber hinaus unterstützt die sogenannte „Freundesgesellschaft“ das Institut finanziell. Die Freundesgesellschaft besteht laut Webseite des ifo-Instituts aus „Einzelpersonen, gewerbliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Körperschaften des In- und Auslandes“. Im Beirat sitzen ein Vertreter der Bundesregierung, ein Vertreter der Bayerischen Staatsregierung, der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats und weitere Mitglieder, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Satzungsgemäße Aufgabe des Kuratoriums ist es, den Vorstand bei der Erfüllung der Aufgaben des Vereins zu unterstützen. Dem Kuratorium sollen laut Satzung „mindestens 20 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften und Verwaltung“ angehören.

Zum "Freundeskreis" heißt es auf http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/CESifo-Group/ifo/ifo-Freunde.html:

"Die Finanzmittel erhält die Gesellschaft aus Spenden und Beiträgen ihrer Mitglieder. Die Mitgliedschaft können Einzelpersonen, gewerbliche Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Körperschaften des In- und Auslandes erwerben. Die Gesellschaft hat gegenwärtig rund 70 Mitglieder – Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben, große Unternehmen, Banken, Versicherungsgesellschaften und Wirtschaftsverbände.

Mitgliedsbeitrag

Die Gesellschaft ist wegen Förderung wissenschaftlicher Zwecke als gemeinnützig anerkannt. Beiträge und freiwillige Zuwendungen sind bei der Ermittlung des steuerlichen Gewinns abzugsfähig. Jedes Mitglied setzt seinen Mitgliedsbeitrag selbst fest. Das Kuratorium der Gesellschaft (Sitzung vom 23. Juni 2010) empfiehlt für den jährlichen Mitgliedsbeitrag folgende Richtwerte: natürliche Personen 1.800 Euro, kleine und mittlere Unternehmen 5.000 Euro und größere Unternehmen 12.000 Euro."

Namen werden nicht genannt, weder für den Beirat noch für den Freundeskreis. Bei den oben genannten Mitgliedsbeiträgen habe ich aber eine ungefähre Vorstellung davon, aus welchen Kreisen die Freunde stammen könnten. Natürlich wäre es interessant, hierzu Genaueres zu erfahren. Weiß jemand mehr? Oder ist jemand, der hier mitliest, vielleicht sogar im Beirat oder im Freindeskreis und stellt sich vor?

Ich bin schon gespannt!

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