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  • Labbergrütz

1 Beitrag seit 18.04.2019

Wer hat überhaupt die Studie gelesen und nicht nur die Heise News?

Ich bin doch sehr verwundert über die vielen Kommentare das z.B. die Herstellung des Motors / Getriebe oder der Wertegang des Diesels vom Bohrloch bis in den Tank nicht berücksichtigt wären. Wer hat die Studie denn überhaupt gelesen?

Hier der Link: http://www.cesifo-group.de/DocDL/sd-2019-08-sinn-karl-buchal-motoren-2019-04-25.pdf

In der Studie wird folgendes geschrieben. Ich zitiere:

Ohne die Einbeziehung der Batterie im Elektroauto liegt der Ausstoß von CO2-Äquivalenten bei der Herstellung eines großen Pkw sowohl für ein Dieselauto als auch für ein Elektroauto bei etwa 8 Tonnen. Davon entfallen 4,9 Tonnen auf den Fahrzeugrumpf und 1,5 Tonnen auf die Fahrzeugfertigung. Während die Motorherstellung mit 0,8 Tonnen für den Diesel und 0,3 Tonnen für das Elektrofahrzeug zu Buche schlägt, benötigt die Herstellung der Zusatzkomponenten für das Dieselfahrzeug 1 Tonne und für das Elektrofahrzeug 1,5 Tonnen (vgl. Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg 2011, Abb. 5, S. 18, und Abb. 16, S. 30). Selbst wenn der CO2-Ausstoß bei der Produktion eines Diesel-Pkw um ein Drittel, also 2 Tonnen, über dem eines Elektro-Pkw läge (ohne Batterien), wären dem Diesel bei einer Laufleistung von 300 000 km zusätzlich zum Elektromotor nur ca. 7 Gramm CO2 pro km hinzuzurechnen.

Oder es wird der CO2 Ausstoss für den Diesel wie folgt berechnet. Zitat:

Die EU Kommission berechnet für Diesel einen Well-to-Tank-Ausstoß von 25 Gramm pro Kilometer und einen Tank-to-Wheel-Ausstoß von 120 Gramm pro Kilometer.
Das entspricht einem Aufschlag für die Vorkette um 20,83%. Auf die 117 g/m des Mercedes C 220 d aufgeschlagen, entspricht dies einem Gesamtausstoß von 141,37 Gramm pro Kilometer

Im Gegenzug werden sogar Verluste bei der Ladung des E-Autos nicht berücksichtigt. Zitat:

Allenfalls ein geringer Schwund an der mit Trans-formatoren und Gleichrichtern bestückten Ladesäule selbst könnte noch zusätzlich berücksichtigt werden. Er bewegt sich im Bereich weiterer 5% bis 10% im Vergleich zu anderen Arten von Stromverbrauch an der Steckdose. Wir verzichten darauf, das hier in Ansatz zu bringen.

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