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Elektro-Käfer-Effekt: Zu geringe Wertschöpfungskette

"Denn wir brauchen den Elektro-Käfer-Effekt."

Das würden sich wohl sehr viele von uns wünschen! Nur werden solche Effekte mit Sicherheit nicht die Deutschen Autobauer nutzen wollen.

Es ist ganz einfach, in Deutschland werden konstant jedes Jahr so viele Autos verschrottet wie wieder neu Verkauft werden, um 3,5 Mio.. Die Zahl schwankt etwas, aber es werden nicht plötzlich zweimal so viele sein.

Jetzt kann die Autoindustrie vereinfacht einen etwas spartanisch aber alltagstauglich ausgerüsteten Käfer Nachfolger für 15.000 € oder stattdessen einen Golf für 25.000 € genau 1,5 Mio. mal verkaufen.

Preisfrage, mit welchem Verkaufsmodell kann man mehr verdienen?

Das ist aber nur das Ergebnis, auch die Zulieferindustrie wird definitiv schwer tun die einfachere Technik auf Dauer so teuer zu verkaufen wie die mit Schnickschnack aufgeblähten Dinosaurier-Verbrenner (aktuelle Mode sind ja SUV). Und das betrifft viele Arbeitsplätze!

Was wird der WIrtschaftshörige Scheuer wohl in der Runde zu hören bekommen?!

Trotzdem besteht die Hoffnung, dass über kurz oder lang Asiaten uns einen Käfer liefern wollen. Denn die simplere Konstruktion von E-Antrieben, wird sich irgendwann im Preis niederschlagen müssen:
http://www.umweltbrief.org/neu/html/Elektroautos_Autoindustrie.html

Ca. ab 2024 werden E-Autos günstiger werden als ihre Verbrenner Gegenstücke:
https://www.cta.tech/News/i3/Articles/2019/January-February/Electric-Cars-A-Disruptive-Model.aspx

Auf die anderen Aspekte der Digitalisierung gehe ich jetzt gar nicht ein, es werden noch viel mehr Faktoren die den Mobilitätsmarkt in den nächsten Jahren umkrempeln werden.

nut

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