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  • Sir_Jan

mehr als 1000 Beiträge seit 14.03.2000

Gegen die ewige Diskussion über Ladesäulen

Wieso eigentlich immer diese Fixierung auf Ladeinfrastrutur?

Es gibt in DE ca. 19 mio Wohngebäude. Davon sind 12 mio Einfamilienhäuser. + nochmal 2,5 mio Doppelhäuser.
Fast alle von denen dürften eine Garage/carport oder eine Art festen Stellplatz haben an dem man eine Steckdose anbauen kann.

Viele Menschen die so wohnen sind Pendler (EFH-Wohngebiete sind eher nicht im Stadtzentrum-> schlechterer ÖPNV).
D.h. Die fahren 20km hin und her am Tag, also der ideale Anwendungsfall für ein e-Auto.

Wenn man nur mal alleine diese Zielgruppe anschaut hat man schon mal einen gigantischen Markt (und entsprechend viel CO2-Einsparmöglichkeiten) ohne auch nur eine einzige öffentliche Ladestation aufgebaut zu haben.

Ich lebe so und wenn ich mein nächstes Auto kaufe, wird das definitiv eine starke Option. Und es interessiert mich keinen Deut wo bei mir die nächste öffentliche Säule ist.

Im Gegenteil, ich freue mich darüber dass ich nicht mehr das Spielchen „Schatz ich muss nochmal tanken fahren“ spielen muss.
Gewonnene Lebenszeit.

Fazit: wer immer nur an den Bewohner eines 6-Parteien-Hauses in Mitte denkt, hat weder unser Land verstanden, noch die Tatsache dass der Klimawandel viele kleine Schrittchen an vielen Stellen erfordert.

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