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  • Uwe meint

21 Beiträge seit 08.01.2016

Wer gegen Gratis zu Felde zieht, sollte nicht um 1 € betteln

Wer gegen Gratis zu Felde zieht, aber selbst in der EU keinen Cent Steuern zahlen will, muss eben verschämt und hastig quartalsweise den Euro der vermeintlich 400 Millionen (Gratis) Kunden einfordern. Macht im Jahr 1,2 Milliarden Euro auf 10 Jahre Prozessdauer sind die 13 Mrd. €, die die EU an Steuern haben will wieder drin. Fraglich nur, ob die Fan-Gemeinde für A****-Music tatsächlich so groß ist, wie Jimmy Iovine es sieht. Diese kleine Bettelspende reicht, um das Marktfeld zu testen.

Jimmy Iovine argumentiert aber häufiger sehr unredlich. Erst die Marketingnummer mit Taylor Swift, zuletzt das Ding mit Drake etc. Apple schiebt einigen wenigen Millionären mit exklusiven Deals die Kohle nur so in den A****. Die breite Masse der Künstler geht leer aus. Apple dreht jedem Gerätekäufer den kaum genutzten eigenen Dienst viele Monate kostenlos an, zählt das ganze als Bezahlabonnement, bis es bei Echtbezahlung tatsächlich gekündigt wird. Wie viele Kündigungen es seit den letzten Wasserstandsmeldungen schon gegeben hat? Schweigen!

Was sind den 6 Monate kostenlos bei Telekom plus 3 Monate gratis mit eigener Apple ID (wenn es denn bei einer bliebe!)? Das ist gratis auf lange Sicht, wo sich die Hälfte aller Werbekunden selbst bei Spotify schon für ein kostenpflichtiges Abo entschieden haben, weil sie personalisierte Playlisten wie Release Radar oder Dein Mix der Woche bekommen. Bei über 100 Millionen Kunden und über 50 Millionen Bezahlabonnementen fällt Jimmy Iovine nicht anderes mehr ein als:
gratis (werbefinanziert) ist Sch**** aber wird hätten dann 400 Millionen Kunden, tatsächlich wurden nach 17 Millionen im September und 20 Millionen im November keine neuen Zahlen mehr veröffentlicht. Stattdessen hören wir jetzt im Mai von 165 Millionen Kunden bei allen Abo-Diensten. Wer so versteckt nicht mal mehr über Apple Music allein reden will, sagt mehr als er ausspricht und die neue Bettelspende macht es auch nicht besser.

Die Streaminganbieter schütten volle Kanne (70 bis 80%) an die Labels aus. Von Ihren Verknechtungspartnern bekommen die Künstler in der Karrierestartphase überhaupt nichts und später bestensfalls rund 10% (da liegt das eigentliche Problem, welches Künstler so gern ansprechen, zum Teil mit fairen Partner aber umgehen könnten), der Rest geht an Universal, Warner, Sony & Co.

Das Apple jetzt lieber pro Stream vergüten will, liegt an dem Umstand, dass die 20 Millionen Kunden anders als bei Spotify kaum etwas hören. Wer 10x weniger Musik auf die Ohren bekommt, sollte auch nicht mehr als 1 € für die Exklusiv-Dealer ausgeben ;-)

Das extrem wenig gespielt wird, liegt mit an den technisch und auch inhaltlich noch nicht komplett ausgebauten Angebot (Playlisten, Empfehlungen, Bedienung…).

Spotify kauft weltweit eine Hochschulschmiede nach der anderen, um seine Empfehlungen trotz Spitzenplatz im Kundeninteresse kontinuierlich weiter zu verbessern. Apple kaufte Beats, um überhaupt noch an den Start zu kommen.

Persönlich empfohlen werden bei Spotify auch viele sehr unbekannte aber gut passende Künstler, die nun endlich auch etwas vom Kuchen abbekommen!

Wer im Jahre 2016 als einer von über 50 Millionen Kunden für seine 10 € bis zu 10 Mal mehr gute Songs bei Spotify auf die Ohren bekam, bezahlte zwar bekannte Millionäre wie Taylor Swift und Drake eventuell schlechter, lieferte aber nachweislich 5 x mehr Kohle als Apple auch den noch unbekannteren Künstlern ab.

Apple hatte 2016 trotz zweitbester Nutzerzahlen nur einen Marktanteil von 3,39% aller Streams und auch der Umsatzanteil kam trotz Youtube & Co. (nur werbefinanziert) nicht über 12,31% hinaus.

Dem großen Tortenstück Spotify steht allenfalls ein kleiner Apple - Umsatzkrümmel gegenüber und die Krümmel werden bei Rhapsody & Co. noch kleiner, auch wenn die pro Stream oberhalb von Apple liegen. Die rühmen sich aber nicht damit, weil Fake News immer besser erkannt werden.

Apple will denkende Menschen sicher nur veräppeln, dann fällt dem zu 92%treuen Fan vielleicht vor Verwunderung das Iphone aus der Hand und der schrumpfende Absatz kann wieder angekurbelt werden.:-D

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